Hand aufs Herz: Sparen hat schon mal mehr Spaß gemacht. Wer sein Geld nicht gerade in Wertpapieren und ETFs parkt, hat dieser Tage renditetechnisch nicht viel zu lachen. Zinsen aufs Tagesgeld befinden sich seit rund eineinhalb Jahren im Sinkflug. Der aktuelle Leitzins liegt bei zwei Prozent, die von den Banken an die Kundschaft weitergereichten Sätze rangieren oft deutlich darunter. Einziger Lichtblick sind Aktionsangebote diverser Geldhäuser. Die sind meist zeitlich begrenzt und auf Neukunden beschränkt, können sich aber durchaus lohnen, wenn Sie die Details im Blick haben. Die Postbank beispielsweise erhöht ihren Zinssatz aktuell für Neukunden, die gleichzeitig ein Girokonto eröffnen, auf 3,2 Prozent p. a. Wie gut ist das Angebot?
Die besten Tagesgeld-Angebote im Mai
Postbank: 3,2 Prozent Zinsen auf neues Tagesgeld – das ist die Bedingung
Die Postbank garantiert Neukundinnen und Neukunden einen Tagesgeld-Zinssatz von 3,2 Prozent p. a. für sechs Monate, wenn sie gleichzeitig ein Girokonto eröffnen. Als Neukunde gilt hier, wer in den vergangenen sechs Monaten kein Girokonto bei der Postbank hatte. Die Details im Überblick:
- 3,2 Prozent Zinsen p. a. (bei aktiver Nutzung)
- Für 6 Monate
- Auf Einlagen bis 250.000 Euro
- Voraussetzung ist die Eröffnung eines Girokontos bis zum 19. Juni sowie die aktive Nutzung
- Einlagensicherung über Deutschland (bis 100.000 Euro) und den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken e. V.
Wichtig: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich ändern. Die hier abgebildeten Daten und darauf basierenden Einschätzungen können also nicht dauerhaft garantiert werden.
Postbank-Aktionszins nur mit Girokonto
Zusätzlich zur Eröffnung des Girokontos gilt eine weitere Bedinung: Es muss auch aktiv genutzt werden, um den Zinssatz von 3,2 Prozent p. a. zu bekommen. Aktive Nutzung bedeutet in dem Fall, dass mindestens fünf Buchungen auf dem Girokonto pro vollem Kalendermonat erfolgen. Die Girokontomodelle, für die die Aktion gilt, sind die folgenden: Giro pur, Giro plus, Giro extra plus und Giro start direkt.
Wichtig: Haben Sie sich im Rahmen einer früheren Neugeld-Aktion bereits ein Tagesgeldkonto mit Sonderzins bei der Postbank gesichert, muss zur Teilnahme an der aktuellen Auflage zum Girokonto ein neues Tagesgeldkonto eröffnet werden, um die Aktionszinsen zu bekommen.
Postbank-Tagesgeldkonto: Lohnt sich die Zins-Aktion?
Tagesgeldkonten sind eine sinnvolle Alternative für alle, die das Risiko des Aktienmarkts meiden und dennoch Rendite kassieren möchten. Die von der Postbank für sechs Monate in Aussicht gestellten 3,2 Prozent p. a. werden niemanden reich machen, sind im aktuellen Marktumfeld aber eine Option mit überdurchschnittlicher Rendite, um die Auswirkungen der Inflation ein wenig abzufedern. Immerhin liegt der Zinssatz über der Inflationsrate, die das Statistische Bundesamt für Mai mit 2,9 Prozent angibt.
Allerdings sollten Interessierte beachten, dass das Angebot nur für Neukunden und nur in Kombination mit einem neuen Girokonto gilt.
Zinsen aufs Tagesgeld: Wer zahlt mehr als die Postbank?
Mit 3,2 Prozent p. a. bietet die Postbank zwar derzeit ein sehr solides Angebot – noch mehr hält jedoch die Norisbank ihren Neukunden bereit. Die lockt mit einem Tagesgeldzins von 4,0 Prozent p. a. für sechs Monate sowie mit einem Wechselbonus von 120 Euro. Auch hier müssen Kunden allerdings erst ein neues Girokonto eröffnen.
- Bonus: 120 Euro Wechselprämie
- Zinssatz: 4,0 Prozent p. a.
- Zinsgarantie: vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2026
- Maximalanlage: 250.000 Euro
- Zinsgutschrift: quartalsweise
- Einlagensicherung: bis 100.000 Euro durch Deutschland (AAA-Bonität)
Die Norisbank gewährt den Sonderzins für ganze sechs Monate, allerdings zeitlich begrenzt: nämlich nur vom 1. Juli bis längstens zum 31. Dezember 2026. Das heißt: Wer vor dem 1. Juli ein Konto eröffnet, bekommt bis Ende Juni den Standardzinssatz von 0,75 Prozent p. a. und anschließend den Aktionszinssatz. Wer das Konto nach dem 1. Juli eröffnet, erhält den Aktionszinssatz ebenfalls, aber nicht für volle sechs Monate. Alle weiteren Informationen zum Norisbank-Angebot finden Interessierte hier: 4 Prozent Tagesgeldzinsen: Norisbank-Aktion unter der Lupe.
Tipp: Überflüssige Tagesgeldkonten schließen
Wer etwa nach Ablauf einer Zinsgarantie zu einer neuen Bank weiterzieht, sollte das leere Konto schließen. Anders als ein Girokonto wird ein Tagesgeldkonto zwar nicht bei der Schufa gemeldet und hat daher keinen Einfluss auf den Score; bei den meisten Banken gelten ehemalige Kundinnen und Kunden aber nach sechs bis 24 Monaten wieder als Neukunden – und können entsprechende Sonderkonditionen einstreichen.
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