Ein Balkonkraftwerk erzeugt den meisten Strom tagsüber. Häufig ist genau dann die Leistung am höchsten, wenn im Haushalt vergleichsweise wenig Energie benötigt wird. Batteriespeicher wie der SolarVault 3 Pro von Jackery sollen diesen Überschuss speichern und bedarfsgerecht wieder abgeben. Mit 2,52 Kilowattstunden Kapazität, vier separaten Solareingängen und der Möglichkeit, auch günstigen Netzstrom zu speichern, geht das System dabei über einen einfachen Zusatzakku hinaus. Was kann der neue Jackery-Speicher wirklich?
Jackery Solar Vault 3 Pro im Detail
- Kapazität: 2,52 Kilowattstunden
- Solareingang: 4 MPPTs mit insgesamt bis zu 4000 Watt
- Netzausgang: 800 Watt
- Wechselrichter: bidirektional, Notstrom bis 1200 Watt
- Steuerung: WLAN, Bluetooth und Ethernet
- Schutzklasse: IP65
Jackery bietet den SolarVault 3 Pro derzeit für 699 statt 999 Euro an. Im Aktionszeitraum legt der Hersteller außerdem ein dreiphasiges Smart Meter im Wert von 129 Euro kostenlos obendrauf.
Was bietet der Jackery SolarVault 3 Pro?
Besonders auffällig sind die vier unabhängigen MPPT-Eingänge des Jackery-Stromspeichers. Jeder davon kann bis zu 1000 Watt aufnehmen, insgesamt unterstützt der SolarVault somit theoretisch bis zu 4000 Watt PV-Leistung. Die getrennte Regelung ist insbesondere bei unterschiedlich ausgerichteten oder zeitweise verschatteten Modulen sinnvoll. So können etwa Module auf Balkon, Garage und Terrasse unabhängig voneinander arbeiten, ohne dass die schwächste Modulgruppe die übrigen ausbremst.
Die Basisversion speichert 2,52 Kilowattstunden Energie in Lithium-Eisenphosphat-Zellen. Jackery gibt eine Lebensdauer von 6000 Ladezyklen bei 90 Prozent Entladetiefe an. Mit 25,5 Kilogramm ist der Speicher nicht unbedingt mobil, bleibt mit Abmessungen von rund 49 × 24 × 28 Zentimetern aber vergleichsweise kompakt. Dank IP65-Schutz kann er auch in einem geschützten Außenbereich aufgestellt werden.
Mehr Energiemanager als einfacher Akku
Mit dem Smart Meter passt der SolarVault seine Abgabe an den aktuellen Stromverbrauch an. Überschüssiger Solarstrom wird gespeichert und später ins Hausnetz eingespeist. Die Steuerung erfolgt über die Jackery-App, verbunden wird das System per WLAN, Bluetooth oder Ethernet.
Zusätzlich kann der Speicher günstigen Netzstrom aufnehmen, was ihn für dynamische Stromtarife interessant macht. Bei Stromausfällen versorgt ein separater Inselstromausgang Geräte mit bis zu 1200 Watt – allerdings nicht automatisch das gesamte Hausnetz.
Wie gut ist der Jackery-Speicher im Alltag?
Im Test von Connect überzeugen vor allem die hohe PV-Eingangsleistung, die Erweiterbarkeit, die vielen Anschlüsse und der integrierte Brandschutz. Auch ein Betrieb ohne Cloud ist möglich. Schwächen zeigen sich dagegen noch bei der App und der Steuerung über smarte Steckdosen.
Für kleine Anlagen mit ein oder zwei Modulen ist der SolarVault eher großzügig dimensioniert. Seine Stärken spielt er bei mehreren Modulen, unterschiedlichen Ausrichtungen und einem höheren Strombedarf am Abend aus.
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Diese Regeln gelten für Balkonkraftwerke in Deutschland
Gerade bei leistungsfähigen Geräten wie dem Solar Vault 3 sind die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland zu beachten. Die vereinfachten Sonderregeln für Steckersolargeräte gelten nämlich nur bis zu einer kombinierten Solarleistung von 2000 Watt Peak. Wer mehr anschließt, muss sein Gerät als normale PV-Anlage abnehmen und anmelden lassen.
Gleiches gilt für die Wechselrichterleistung von 800 Voltampere – wird diese überschritten, gelten die Regeln für Balkonkraftwerke nicht mehr. Jackery konfiguriert den Speicher entsprechend ab Werk auf 800 Watt. Ebenfalls wichtig: Um die geltende VDE-Norm für Balkonkraftwerke zu erfüllen, müssen Geräte mit einer Leistung jenseits von 960 W mit einer gesicherten Steckvorrichtung, z. B. einem Wieland-Stecker, ans Netz angeschlossen werden. Der normale Schuko-Stecker ist dann nicht mehr zulässig.