Vielen Eltern graut vor dem Zeitpunkt, an dem Kinder das erste eigene Smartphone einfordern. Das ist nachvollziehbar, schließlich eröffnet ein Handy mit Zugang zum Internet dem Nachwuchs nicht nur neue Möglichkeiten der Kommunikation und des Zeitvertreibs. Es birgt auch allerhand Gefahren und Risiken. In den meisten Familien landet das Thema spätestens dann auf dem Tisch, wenn Kinder von der Grund- auf eine weiterführende Schule wechseln.
Erstes Smartphone mit zehn Jahren?
Laut einer Bitkom-Studie bekommen die meisten Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren ihr erstes Smartphone. Wohl nicht zuletzt, weil das Sicherheitsgefühl der Eltern durch die ständige Erreichbarkeit des Nachwuchses von der Anschaffung profitiert. Damit das erste eigene Handy zu einer Bereicherung für alle Beteiligten wird, sollten Sie ein paar grundlegende Dinge beachten. Nicht nur gilt es, das Smartphone kindgerecht einzurichten, auch die Wahl des richtigen Geräts und des passenden Tarifs entscheiden über Erfolg und Misserfolg. Eine Auswahl an passenden Optionen samt umfassender Informationen zum Thema bietet zum Beispiel Netzbetreiber o2 an.
Wichtig: Online-Preise beliebter Produkte unterliegen ständigen Schwankungen. Die hier abgebildeten Preise und Preis-Einschätzungen können also nicht dauerhaft garantiert werden.
Das erste Smartphone: Günstig und robust
Während die meisten Menschen beim Smartphone-Kauf vor allem auf starke Ausstattung und viel Leistung achten, sollten bei der Wahl des Kinder-Handys andere Kriterien im Vordergrund stehen. Es ist davon auszugehen, dass das Gerät im Schulalltag einiges mitmachen muss, öfter mal herunterfällt oder ein Bad im verschütteten Pausengetränk nimmt. Das erste Smartphone sollte daher idealerweise nicht nur robust und wasserfest, sondern auch vergleichsweise günstig sein. Das Xiaomi Redmi Note 15 5G etwa ist bei Amazon schon ab rund 230 Euro zu haben.
Das Handy ist solide ausgestattet und erfüllt die besagten Anforderungen an Preis und Widerstandsfähigkeit. Obendrein hat es einen besonders ausdauernden Akku an Bord, der garantiert den ganzen Tag hält. Wer das Smartphone nicht auf einen Schlag bezahlen möchte, kann es bei o2 gegen eine Anzahlung von einem Euro erwerben und über zwei Jahre hinweg für zwölf Euro im Monat abstottern. Das ist unterm Strich etwas teurer als der Direktkauf, kann aber je nach Vorliebe und finanzieller Situation durchaus eine interessante Lösung sein. Ähnliche Optionen bietet o2 auch für andere infrage kommende Smartphones wie das Samsung Galaxy A17 an.
Regeln aufstellen, Grenzen setzen
Jeder Smartphone-Nutzer weiß um das Suchtpotenzial der kleinen Multimediageräte. Damit das Kind nicht innerhalb kürzester Zeit zum „Smombie“ mutiert, gilt es, von Beginn an klare Regeln zu vereinbaren. In der Schule etwa sollte das Smartphone im Rucksack bleiben, insbesondere während des Unterrichts. Auch während der Hausaufgaben, am Esstisch oder abends im Bett sollte das Handy tabu sein. Welche weiteren Einschränkungen sinnvoll sind, muss jede Familie für sich entscheiden. Ob sich die Regeln durchsetzen lassen, hängt auch davon ab, welche Vorbildfunktion die Eltern einnehmen. Wenn Mama und Papa selbst den ganzen Tag am Handy hängen, wird sich der Nachwuchs kaum von den gesteckten Grenzen beeindrucken lassen. Pädagoginnen empfehlen den Abschluss eines Mediennutzungsvertrags zwischen Eltern und Kindern. Entsprechende Vorlagen gibt es im Netz.
Gerade bei besonders jungen Kindern empfiehlt es sich zudem, neben mündlichen Absprachen die Nutzungsmöglichkeiten des Smartphones auch technisch einzuschränken. Unter Android bietet die Funktion Google Family Link die Möglichkeit, bestimmte Apps zu sperren, Zeitlimits für die Nutzung einzelner Anwendungen zu setzen und den Zugriff auf Webseiten einzuschränken. Das ist besonders wichtig, um den Nachwuchs von Inhalten fernzuhalten, die nicht für sein Alter bestimmt sind. Auch können die Option der In-App- und Online-Store-Käufe deaktiviert werden. Nutzt das Kind ein iPhone, stehen ähnliche Möglichkeiten im Einstellungsmenü unter dem Punkt „Bildschirmzeit“ zur Verfügung.
Den richtigen Tarif wählen
Neben dem richtigen Smartphone muss auch der passende Tarif her. Dabei gilt: Weniger ist gerade am Anfang mehr. Die Erreichbarkeit des Nachwuchses sollte im Vordergrund stehen, die Netznutzung auf ein Minimum begrenzt werden. Zudem sollten mögliche Kostenfallen wie Datenautomatiken oder Drittanbieterdienste wie Sonderrufnummern und In-App-Käufe via Mobilfunkrechnung vermieden werden. Neben Prepaid-Optionen bieten sich auch Discount-Tarife an, um die Kosten in Grenzen zu halten. Anbieter Crash etwa offeriert eine Telekom-Flat mit 30 Gigabyte Datenvolumen schon für 9,99 Euro im Monat.
Crash Allnet-Flat mit 30 GB im Telekom-Netz
Der Datenvorrat fällt hier bereits üppig aus und ist für die Nutzung als Kindertarif eigentlich schon überdimensioniert, dafür stimmt der Preis. Alternativ bietet etwa o2 vollwertige 5G-Tarife ab 19,99 Euro im Monat an. Die Variante o2 Mobile S Flex etwa beinhaltet 15 Gigabyte schnelles Datenvolumen, das alle zwölf Monate um einen Gigabyte anwächst. Telefon- und SMS-Flatrate sind standardmäßig mit dabei. Großer Vorteil: Der Tarif ist monatlich kündbar.
Fit für die Eigenverantwortung?
Ab einem gewissen Alter lassen sich Kinder und Jugendliche nur noch schwer in ihrem Nutzungsverhalten kontrollieren und einschränken. Wenn der Nachwuchs die entsprechende Reife beweist, sich an die vereinbarten Regeln hält und verantwortungsvoll mit Netzinhalten umgeht, kann es an der Zeit sein, die Zügel zu lockern. Mit 15 bis 16 Jahren steigen oft auch die Ansprüche an Gerät und Tarif. Dann bieten sich Mittelklasse-Smartphones wie das Google Pixel 10a und ein etwas größeres Datenvolumen an. o2 bietet das Google-Handy im Verbund mit dem Tarif o2 Mobile on Demand M Plus zum Einmalpreis von einem Euro an.
Das Smartphone ist nicht nur technisch sehr solide aufgestellt, es bringt auch einen gewissen Lifestyle-Faktor ins Spiel, der bei Jugendlichen verstärkt eine Rolle spielen kann. Der enthaltene Tarif ist mit 50 Gigabyte Datenvolumen für 19,99 Euro im Monat stark aufgestellt. Praktisch: Ist das Kontingent verbraucht, lässt es sich häppchenweise gratis wieder aufladen. Wer im Apple-Universum unterwegs ist, könnte alternativ zum Google-Smartphone das iPhone 16e als erschwinglichen Einstieg in Erwägung ziehen.
Smartphone fürs Kind – ja oder nein?
Ob und wenn ja, wann Sie Ihrem Kind das erste Smartphone kaufen, liegt ganz in Ihrem eigenen Ermessen und sollte auch immer von der Reife und dem Verantwortungsbewusstsein des Kindes abhängen. Experten der Initiative „Schau hin“ raten dazu, den Zeitpunkt so weit wie möglich nach hinten zu verschieben, und halten ein Mindestalter von zwölf Jahren für sinnvoll. Zudem empfehlen sie, von Beginn an klare Regeln zu definieren und Kinder so gut es geht vor schädlichen Inhalten zu schützen.
Dabei besteht die Herausforderung, wie so oft bei der Kindererziehung, darin, den goldenen Mittelweg zwischen Kontrolle und Loslassen zu finden. Ein regelmäßiger Austausch mit dem Kind über die Nutzung des Smartphones und die konsumierten Inhalte sowie ein vertrauens- und respektvoller Umgang miteinander bilden auch hier die beste Grundlage, diesen wichtigen Schritt in die Autonomie zu meistern.