Wer an Wochenenden oder im Urlaub gern unterschiedliche Golfplätze ausprobiert, kennt das Problem: Zum Hotel, Mietwagen oder Flug kommt häufig noch ein stattliches Greenfee hinzu. Auf gefragten Anlagen können für eine Runde 100 Euro oder mehr fällig werden.
Eine Möglichkeit, diese Kosten zu reduzieren, ist die Golf Fee Card. Mitglieder erhalten auf teilnehmenden Golfplätzen Ermäßigungen von bis zu 50 Prozent. Das Partnernetzwerk umfasst nach Anbieterangaben rund 2000 Golfanlagen weltweit. Besonders interessant ist das Angebot für Besitzer einer American Express Platinum Card. Sie können die Golf Fee Card für 47 Euro pro Jahr statt regulär 90 Euro buchen.
Was bietet die Golf Fee Card?
Der wichtigste Vorteil sind die reduzierten Greenfees. Wie hoch der Rabatt tatsächlich ausfällt, hängt vom jeweiligen Golfclub und dessen Konditionen ab.
Neben den Greenfee-Ermäßigungen gehören weitere Vergünstigungen zum Angebot. Dazu zählen bis zu fünf Prozent Rabatt auf mehr als 400 Golf-Reisepakete sowie teilweise zehn Prozent Nachlass auf Leistungen und Produkte rund ums Golfen, etwa Equipment, Schlägerverleih oder Gepäckversand. Hinzu kommen Vergünstigungen bei ausgewählten Hotels, Mietwagenanbietern und Outlet-Centern.
Eine ungewöhnliche Zusatzleistung ist die sogenannte Hole-in-One-Versicherung. Gelingt einem Mitglied auf einem teilnehmenden Club in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ein Hole-in-One, können unter bestimmten Voraussetzungen Kosten für die traditionelle Getränkerunde am »19. Loch« erstattet werden.
American-Express-Kunden zahlen deutlich weniger
Regulär kostet die Golf Fee Card 90 Euro für zwölf Monate. Besitzer einer American Express Platinum Card zahlen dagegen 47 Euro pro Jahr und sparen damit fast die Hälfte. Auch Inhaber einer Platinum-Zusatzkarte erhalten einen reduzierten Preis: Für sie kostet die Mitgliedschaft 35 statt regulär 48 Euro jährlich. Die Golf Fee Card ist allerdings nur eine Zusatzleistung der Platinum Card. Die Kreditkarte selbst kostet 60 Euro monatlich beziehungsweise 720 Euro im Jahr. Dafür bietet American Express unter anderem verschiedene Guthaben, Zugang zu Flughafen-Lounges und Reiseversicherungen.
American Express Platinum Card mit bis zu 85.000 Extra-Punkten
Wichtig: Online-Preise beliebter Produkte unterliegen ständigen Schwankungen. Die hier abgebildeten Preise und Preis-Einschätzungen können also nicht dauerhaft garantiert werden.
Allein wegen der vergünstigten Golf Fee Card dürfte sich der Abschluss der Platinum Card für die meisten Golfer kaum rechnen. Hinzu kommen mögliche Zusatzkosten auf Reisen: Bargeldabhebungen kosten vier Prozent des abgehobenen Betrags, mindestens jedoch fünf Euro, bei Zahlungen in Fremdwährungen fallen zwei Prozent des Umsatzes an. Zudem ist American Express nicht überall so verbreitet wie Visa oder Mastercard.
Wie schnell hat sich die Golf Fee Card amortisiert?
Das hängt vor allem davon ab, welche Plätze genutzt werden und wie hoch der jeweilige Rabatt ausfällt.
Ein einfaches Rechenbeispiel zeigt das Potenzial: Beträgt ein Green Fee zum Beispiel 100 Euro und gewährt ein Partnerclub tatsächlich 50 Prozent Rabatt, beträgt die Ersparnis 50 Euro. Damit wäre der reduzierte Jahrespreis der Golf Fee Card von 47 Euro bereits nach einer einzigen Runde wieder eingespielt.
In der Praxis sollten Sie allerdings vor dem Kauf prüfen, ob die eigenen Wunschplätze zum Partnernetzwerk gehören und welche Konditionen dort gelten. Der Maximalrabatt von 50 Prozent gilt nicht automatisch auf jedem Platz.
Für wen lohnt sich das Angebot?
Am interessantesten ist die Golf Fee Card für Golfer, die häufig auf wechselnden Plätzen spielen oder Golfreisen unternehmen. Wer bereits eine American Express Platinum Card besitzt, bekommt mit dem reduzierten Jahrespreis ein vergleichsweise günstiges Zusatzangebot.
Anders sieht es aus, wenn die Platinum Card erst für diesen Vorteil abgeschlossen werden müsste. Bei einer Jahresgebühr von 720 Euro ist der Golf-Rabatt allein kein überzeugendes Argument.
Interessanter kann die Kombination für Karteninhaber sein, die ohnehin mehrere Platinum-Leistungen nutzen – beispielsweise Lounge-Zugänge, Reise- und Restaurantguthaben oder Versicherungen – und zusätzlich regelmäßig Golf spielen.
Alternative für Meilensammler: Miles & More Gold Credit Card
Wer weniger Wert auf Golf-Vergünstigungen legt und stattdessen beim Bezahlen Flugmeilen sammeln möchte, kann sich beispielsweise die Miles & More Gold Credit Card ansehen.
Mit der Mastercard lassen sich bei Kartenumsätzen Miles & More Prämienmeilen sammeln. Außerdem gehören verschiedene Versicherungsleistungen zum Paket. Mit einer Jahresgebühr von 138 Euro ist sie deutlich günstiger als die American Express Platinum Card, bietet dafür aber ein anderes Leistungspaket.
Fazit: Spannender Zusatznutzen für regelmäßige Golfer
Für Besitzer einer American Express Platinum Card, die regelmäßig Golf spielen, kann die Golf Fee Card ein interessantes Extra sein. Statt 90 Euro werden 47 Euro pro Jahr fällig. Je nach Partnerclub sind Greenfee-Rabatte von bis zu 50 Prozent möglich.
Entscheidend ist jedoch nicht der maximale Rabatt, sondern ob die Plätze, auf denen man tatsächlich spielen möchte, teilnehmen und dort attraktive Konditionen anbieten. Wer das vorab prüft, kann mit wenigen Golfrunden bereits mehr sparen, als die Golf Fee Card im Jahr kostet.