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Vorsicht, Kostenfalle

Mit dem Smartphone in den Urlaub: So vermeiden Sie hohe Roaming-Gebühren

Es geht in den Urlaub und das Smartphone muss mit? Dann ist Vorsicht geboten. Je nach Reiseziel und Tarif können beim Surfen und Telefonieren im Ausland horrende Kosten entstehen. Mit diesen Tipps gelingt das Roaming ohne böse Überraschungen.
10. Juli 2026, 15:30 Uhr
Im Internet statt auf dem Meer surfen?Geht mit der richtigen Roaming-Option auch günstig.(@istockphoto.com/grinvalds)

Für viele Menschen bricht dieser Tage die schönste Zeit des Jahres an: Es geht in den Urlaub. Das Smartphone ist in vielen Fällen als treuer Begleiter mit dabei, kann sich aber schnell zur Kostenfalle entwickeln. Die Nutzung des heimischen Mobilfunktarifs im Ausland, das sogenannte Roaming, kann abhängig von Reiseziel und Vertragsbedingungen mit hohen Gebühren einhergehen. Wer am Ende seiner Reise nicht von einer gigantischen Rechnung erschlagen werden möchte, sollte vorsorgen und einige Dinge beachten.

Kein Problem: Roaming in der EU

Die gute Nachricht vorweg: Wer seine Ferien innerhalb der Europäischen Union verbringt, muss sich um das Thema Roaming keinerlei Gedanken machen. Brüssel hat 2017 per Gesetz festgelegt, dass Mobilfunkverträge EU-weit zu gleichen Bedingungen gelten müssen. Das heißt: Mobiles Internet, Telefonieren und SMS kosten im EU-Ausland dasselbe wie zu Hause. Einzige Voraussetzung ist ein Mobilfunkvertrag im Heimatland und ein Smartphone, das Roaming unterstützt. Passende Bundles, etwa mit dem iPhone 17 Pro Max, gibt es samt umfassender Roaming-Optionen zum Beispiel bei o2.

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Wichtig: Online-Preise beliebter Produkte unterliegen ständigen Schwankungen. Die hier abgebildeten Preise und Preis-Einschätzungen können also nicht dauerhaft garantiert werden.

Nicht verwechseln: EU und Europa

Es klingt selbstverständlich, gerät bisweilen aber durchaus in Vergessenheit: Nicht jedes europäische Land ist mit Mitglied in der Europäischen Union. Wer seine Ferien etwa in der Schweiz oder der Türkei verbringt, profitiert nicht von der günstigen Roaming-Regelung und muss sich vor hohen Kosten in Acht nehmen. Immerhin: In Norwegen, Liechtenstein und Island greift das EU-Gesetz trotz fehlender Mitglieschaft im Staatenverbund. Und auch in Großbritannien gilt die Regelung noch bis Ende 2026.

Wer sein Smartphone außerhalb dieser Regionen nutzt, sollte die Daten-Roaming-Option in den Einstellungen seines Handys dringend deaktivieren. Je nach Vertrag können bereits bei der Nutzung weniger Megabyte die Kosten explodieren. Einige Anbieter deckeln die Roaming-Gebühren und schalten den Draht ins Netz bei Erreichen einer bestimmten Grenze ab. Bei o2 etwa ist ab einer Summe von 59,50 Euro fürs Erste Schluss. Allerdings kostet die Datennutzung hier im schlimmsten Fall 1,49 Euro pro Megabyte. Andere Anbieter verlangen knapp 20 Euro pro Datenhäppchen. Da kann ein einfacher Urlaubsgruß per WhatsApp bereits ein Loch ins Portemonnaie reißen.

Günstige Roaming-Optionen nutzen

Wer auf die Smartphone-Nutzung auch außerhalb der EU nicht verzichten kann oder will, sollte im Vorfeld eine entsprechende Zusatzoption buchen. Viele Provider und Netzbetreiber bieten Tarif-Erweiterungen an, die sich gegen einen geringen Aufpreis für einzelne Tage, Wochen oder auch Monate im Ausland nutzen lassen. Bei der Telekom heißen diese Add-ons Travel & Surf, Vodafone nennt sie EasyTravel und o2 bietet sie unter anderem als Roaming Plus World Pack an.

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Allen gemein ist, dass sie ein gesondertes Datenvolumen für die Nutzung im jeweiligen Reiseland zur Verfügung stellen. Während die Telekom länderspezifische Optionen anbietet, fasst etwa o2 über 100 Länder im Roaming Plus World Pack zusammen. Mit dabei sind beliebte Urlaubsziele in Asien, Lateinamerika und Afrika sowie die USA, Kanada, Australien und Neuseeland. Eine vollständige Übersicht listet der Anbieter auf seiner Website auf. Für 14,99 Euro im Monat gibt es hier aktuell vier statt zwei Gigabyte Auslandsdatenvolumen, das sich innerhalb eines Monats aufbrauchen lässt. Wichtig: Telefonie und SMS sind damit nicht abgedeckt, hier drohen weiterhin hohe Kosten. Abhilfe schaffen Internet-basierte Messenger-Dienste wie WhatsApp und Signal.

Alternativen zum Roaming

Sind die Roaming-Optionen des eigenen Providers zu teuer oder gar nicht erst vorhanden, gibt es günstige Ausweichmöglichkeiten. Freenet etwa bietet die sogenannte Travel eSIM zum kostenlosen Download aufs Smartphone an. Die virtuelle SIM-Karte lässt sich neben einer beliebigen regulären SIM-Karte als Zweitlösung verwenden und mit unterschiedlichen Datenpaketen für über 190 Länder aufstocken. Tagesoptionen für die Schweiz gibt es bereits ab 2,99 Euro, aber auch Monatstarife etwa für die USA oder die Türkei lassen sich für 20 bis 30 Euro buchen. Eine automatische Verlängerung erfolgt dabei nicht. Eine simple, flexible und vergleichsweise günstige Lösung.

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Hotspots und lokale SIM-Karten

Das eigene Smartphone unterstützt keine eSIM und auch sonst ist keine brauchbare Roaming-Option zur Hand? Wenn alle Stricke reißen, besteht immer noch die Möglichkeit, für das Nötigste auf WLAN-Hotspots am Zielort zurückzugreifen. Die gibt es in den meisten Hotels, Cafés und Flughäfen. Das ist zwar weder besonders sicher, noch komfortabel, aber für wichtige Nachrichten und Anrufe sowie den einen oder anderen Social-Media-Post vollkommen ausreichend. Alternativ dazu kann es sich in einigen Ländern lohnen, eine lokale SIM-Karte zu erwerben. Vor allem in Asien sind entsprechende Prepaid-Karten oft sehr günstig und an nahezu jedem Kiosk zu bekommen. Allerdings sind Sie in diesem Fall mit einer neuen Rufnummer unterwegs, was die Nutzung von Messenger-Diensten wie WhatsApp verkomplizieren kann.

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