Balkonkraftwerke liegen nach wie vor im Trend. Laut Bundesnetzagentur sind mittlerweile rund 1,5 Millionen Geräte registriert und liefern eigenen Solarstrom für ihre Besitzer. Ausschlaggebend dürften hier auch die Preise sein: Laut der Verbraucherzentrale sind allein die Preise für Lithium-Batteriespeicher inzwischen deutlich gesunken, sodass viele Nutzer ihre Geräte mittlerweile mit kompakten Speichern betreiben.
Ein besonders umfangreiches Paket bietet Yuma derzeit im Summer Sale an: Das Set kombiniert vier Solarmodule mit insgesamt 1800 Watt Peak, den Jackery SolarVault 3 Pro und einen dreiphasigen Smart Meter.
Was steckt im Yuma-Jackery-Komplettset?
Die Solarleistung verteilt sich auf vier bifaziale TCL-Module mit jeweils 450 Watt Peak. Die Glas-Glas-Module erreichen laut Anbieter einen Wirkungsgrad von 22,5 Prozent und können zusätzlich Licht über ihre Rückseite aufnehmen. Jedes Modul misst rund 1,76 mal 1,13 Meter und wiegt 24,5 Kilogramm – für die Installation wird daher eine entsprechend große und belastbare Fläche benötigt.
Zentrale Komponente des Komplettsets ist der All-in-One-Speicher SolarVault 3 Pro von Jackery. Das Gerät stellt 2,52 Kilowattstunden Kapazität bereit und vereint Batterie und Wechselrichter in einem Gehäuse. Vier separate MPP-Tracker regeln die angeschlossenen Module dabei unabhängig voneinander. Das ist besonders bei unterschiedlichen Ausrichtungen oder zeitweiser Verschattung hilfreich. Über einen separaten Wechselstrom-Ausgang können einzelne Geräte bei einem Stromausfall mit bis zu 1200 Watt versorgt werden.
Die Details:
- Solarleistung: 1800 Wp über vier bifaziale 450-Wp-Module
- Speicher: 2,52 kWh, modular auf bis zu 15 kWh erweiterbar
- Wechselrichter: im SolarVault 3 Pro integriert
- Solarsteuerung: vier unabhängige MPP-Tracker
- Notstromausgang: bis zu 1200 Watt
- Steuerung: Display, App und dreiphasiger Smart Meter
- Anschlusskabel: drei Meter im Lieferumfang
Deal-Check: Wie gut ist der Preis wirklich?
Der Rabatt auf den regulären Paketpreis fällt mit 540 Euro bereits deutlich aus. Aussagekräftiger ist jedoch der Vergleich mit den aktuellen Einzelpreisen: Yuma bietet den SolarVault 3 Pro inklusive Smart Meter derzeit für 599 Euro an. Ein einzelnes TCL-Solarmodul kostet am Markt derzeit rund 90 Euro, vier Stück kommen somit auf 360 Euro – hier müssen aber häufig hohe Versandkosten von mindestens 40 Euro hinzugerechnet werden. Zusammen ergibt das rund 1000 Euro. Das Komplettset ist mit 929 Euro damit auch gegenüber dem Einzelkauf rund 71 Euro günstiger, je nach Shop kann die Differenz sogar noch größer sein.
Ganz vollständig ist die Kostenrechnung dennoch nicht. Eine Halterung gehört nicht zum Grundpaket. Je nach Montageart verlangt Yuma dafür zwischen 60 und 200 Euro extra. Für den dreiphasigen Smart Meter können außerdem Installationskosten entstehen, da der Einbau in den Zählerschrank einer Elektrofachkraft vorbehalten ist. Alternativ lässt sich das System ohne Smart Meter mit einer festen Einspeiseleistung betreiben, dann entfällt allerdings die automatische Anpassung an den aktuellen Stromverbrauch.
So kann das Set die Stromkosten senken
Die vier Module dürfen zusammen bis zu 1800 Watt Peak erzeugen, ins Hausnetz fließen jedoch weiterhin maximal 800 Watt. Die höhere Modulleistung hilft vor allem morgens, abends und bei Bewölkung, häufiger nahe an diese Grenze zu kommen. Nicht direkt benötigter Solarstrom wird im 2,52-Kilowattstunden-Speicher zwischengespeichert und kann später genutzt werden.
Bei 800 bis 1100 selbst verbrauchten Kilowattstunden pro Jahr lassen sich bei einem Strompreis von 37 Cent rund 296 bis 407 Euro sparen. Einschließlich Halterung läge die rechnerische Amortisationszeit damit ungefähr zwischen zweieinhalb und vier Jahren. Die individuelle Rechnung lässt sich mit dem Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin genauer prüfen. Zusätzliche BP2500-Akkus mit jeweils 2,52 Kilowattstunden sind möglich, rechnen sich aber vor allem bei regelmäßig hohen Überschüssen und einem entsprechend großen Abend- oder Nachtverbrauch.
Sicherheit: Beim Jackery-Speicher besonders ausgeklügelt
Obwohl ein Brand bei einem Lithium-Eisenphosphat-Speicher unwahrscheinlich ist, sichert Jackery seine Solarbatterien gegen Feuer ab. Der Hersteller setzt dabei auf ein integriertes Aerosol-Feuerlöschmodul. Es soll ungewöhnlich hohe Temperaturen im Inneren automatisch erkennen und im Ernstfall ein Aerosol freisetzen, um die Ausbreitung eines möglichen Brandes einzudämmen.
Ergänzend soll das Batteriemanagementsystem die Temperaturen der Zellen und Anschlusspunkte laufend überwachen. Die Leistung bei auffälliger Wärmeentwicklung kann dann laut Jackery reduziert werden.
Für wen lohnt sich das Yuma-Balkonkraftwerk?
Das Paket passt vor allem zu Haushalten, die genügend Platz für vier Module haben und einen großen Teil ihres Stroms abends verbrauchen. Der Smart Meter misst den aktuellen Bedarf und steuert die Speicherabgabe entsprechend. Das erhöht den Eigenverbrauch und reduziert die Menge an Solarstrom, die unvergütet ins Netz fließt.
Preislich ist das Set sowohl gegenüber dem regulären Paketpreis als auch gegenüber dem Einzelkauf interessant. Allerdings kostet das vergleichbare 2000-Wp-Set mit vier 500-Wp-Modulen nur 70 Euro mehr. Wer ausreichend Montagefläche hat, erhält dort mehr Leistungsreserve. Das 1800-Wp-Paket bleibt dagegen die günstigere Variante.
Fazit: Guter Paketpreis mit günstigerer Alternative
Für 929 Euro bündelt Yuma vier Module, einen 2,52-Kilowattstunden-Speicher und einen Smart Meter. Gegenüber den aktuellen Einzelpreisen beträgt die Ersparnis rund 266 Euro. Halterung und mögliche Installationskosten für den Smart Meter müssen allerdings zusätzlich eingeplant werden. Der Deal lohnt sich dementsprechend besonders bei hohem Eigenverbrauch und ausreichendem Platz für vier Module.