Tagesgeld zählt für viele Sparerinnen und Sparer nach wie vor zu den beliebtesten Möglichkeiten, Geld sicher und flexibel anzulegen. Das Guthaben bleibt jederzeit verfügbar und wird verzinst. Zudem werben viele Banken regelmäßig mit zeitlich begrenzten Sonderaktionen, um neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen. Auch die Postbank hat zum Juli hin wieder ein befristetes Tagesgeldangebot für Neukunden aufgelegt. Doch wie attraktiv sind die Konditionen im Vergleich zu anderen Angeboten am Markt?
Die besten Tagesgeld-Angebote im Juli
Postbank: 3,2 Prozent Zinsen auf neues Tagesgeld – das ist die Bedingung
Die Postbank garantiert einen Tagesgeld-Zinssatz von 3,2 Prozent p. a. für sechs Monate für Neugeld bis 250.000 Euro. Dafür müssen mindestens 2.500 Euro auf ein neu oder zuletzt eröffnetes Tagesgeldkonto eingezahlt werden. Wichtig ist, dass sich das Geld vor Beginn des Einzahlungszeitraums am 29. Juni 2026 nicht auf Giro-, Spar- oder Tagesgeldkonten oder sonstigen Konten oder Depots der Deutsche Bank AG (Marke Postbank und Marke DeutscheBank) befand.
Die Details im Überblick:
- Zinssatz: 3,2 Prozent p. a. für sechs Monate (danach variabel, zurzeit: 0,75 Prozent p. a.)
- Aktionszeitraum: 5. August 2026 bis 14. Februar 2027
- Anlagesumme: mind. 2.500 Euro Neugeld und max. 250.000 Euro
- Zinsgutschrift: vierteljährlich
- Einlagensicherung: bis 100.000 Euro durch Deutschland (AAA) sowie zusätzlicher Einlagensicherungsfonds
- Voraussetzung: Neugeld auf neu eröffnetem Tagesgeldkonto (Eröffnung bis 8. August 2026) oder bestehendem Konto ohne Teilnahme an einer früheren Zinsaktion
Wichtig: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich ändern. Die hier abgebildeten Daten und darauf basierenden Einschätzungen können also nicht dauerhaft garantiert werden.
Postbank-Aktionszins nur für Neugeld
Um sich für die Aktion zu qualifizieren, ist es wichtig, dass es sich bei dem eingezahlten Geld um Neugeld handelt. Als Neugeld gilt Guthaben, das während des Einzahlungszeitraums auf das neu oder zuletzt eröffnete Tagesgeldkonto eingezahlt wird und dadurch das gesamte Guthaben bei der Postbank erhöht. Für die Berechnung werden sämtliche Ein- und Auszahlungen auf Giro-, Spar-, Tagesgeld- und weiteren Konten berücksichtigt.
Tagesgeldkonten, die bereits an einer vorherigen Aktion teilnehmen oder über eine vom Standard abweichende Sonderkondition verfügen, sind von der neuen Aktion ausgeschlossen. Um an der neuen Aktion teilzunehmen, kann aber ein neues kostenloses Tagesgeldkonto eröffnet werden.
Postbank-Tagesgeldkonto: Lohnt sich die Zins-Aktion?
Tagesgeldkonten sind eine sinnvolle Alternative für alle, die das Risiko des Aktienmarkts meiden und dennoch Rendite kassieren möchten. Die von der Postbank für sechs Monate in Aussicht gestellten 3,2 Prozent p. a. werden niemanden reich machen, sind im aktuellen Marktumfeld aber eine Option mit überdurchschnittlicher Rendite, um die Auswirkungen der Inflation ein wenig abzufedern. Immerhin liegt der Zinssatz über der Inflationsrate, die laut dem Statistischen Bundesamt im Mai 2026 bei 2,6 Prozent lag.
Zinsen aufs Tagesgeld: Wer zahlt mehr als die Postbank?
Mit 3,2 Prozent p. a. bietet die Postbank zwar derzeit ein sehr solides Angebot – noch mehr hält jedoch die Norisbank ihren Neukunden bereit. Die lockt mit einem Tagesgeldzins von 4,0 Prozent p. a. für sechs Monate sowie mit einem Wechselbonus von 120 Euro. Hier müssen Kunden allerdings erst ein neues Girokonto eröffnen.
- Bonus: 120 Euro Wechselprämie
- Zinssatz: 4,0 Prozent p. a.
- Zinsgarantie: vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2026
- Maximalanlage: 250.000 Euro
- Zinsgutschrift: quartalsweise
- Einlagensicherung: bis 100.000 Euro durch Deutschland (AAA-Bonität)
Die Norisbank gewährt den Sonderzins für ganze sechs Monate, allerdings zeitlich begrenzt: nämlich nur vom 1. Juli bis längstens zum 31. Dezember 2026. Das heißt: Wer vor dem 1. Juli ein Konto eröffnet, bekommt bis Ende Juni den Standardzinssatz von 0,75 Prozent p. a. und anschließend den Aktionszinssatz. Wer das Konto nach dem 1. Juli eröffnet, erhält den Aktionszinssatz ebenfalls, aber nicht für volle sechs Monate. Alle weiteren Informationen zum Norisbank-Angebot finden Interessierte hier: 4 Prozent Tagesgeldzinsen: Norisbank-Aktion unter der Lupe.
Tipp: Überflüssige Tagesgeldkonten schließen
Wer etwa nach Ablauf einer Zinsgarantie zu einer neuen Bank weiterzieht, sollte das leere Konto schließen. Anders als ein Girokonto wird ein Tagesgeldkonto zwar nicht bei der Schufa gemeldet und hat daher keinen Einfluss auf den Score; bei den meisten Banken gelten ehemalige Kundinnen und Kunden aber nach sechs bis 24 Monaten wieder als Neukunden – und können entsprechende Sonderkonditionen einstreichen.
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