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Tagesgeldkonto auf dem Prüfstand

Postbank lockt mit 2,8 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld: Lohnt sich eine Kontoeröffnung?

Die Postbank erhöht die Zinsen aufs Tagesgeld für Neu- und Bestandskunden. Welche Bedingungen gelten und ob sich die Offerte überhaupt lohnt, verrät der nachfolgende Check.
05. Februar 2026, 11:19 Uhr
Tagesgeld Postbank
Für wen rechnet sich das Postbank-Tagesgeldkonto? (@iStock)

Hand aufs Herz: Sparen hat schon mal mehr Spaß gemacht. Wer sein Geld nicht gerade in Wertpapieren und ETFs parkt, hat dieser Tage renditetechnisch nicht viel zu lachen. Zinsen aufs Tagesgeld befinden sich seit rund eineinhalb Jahren im Sinkflug. Der aktuelle Leitzins liegt bei zwei Prozent, die von den Banken an die Kundschaft weitergereichten Sätze rangieren oft deutlich darunter. Einziger Lichtblick sind Aktionsangebote diverser Geldhäuser. Die sind meist zeitlich begrenzt und auf Neukunden beschränkt. Etwas anders sieht es aktuell bei der Postbank aus. Die Deutsche-Bank-Tochter hat ihre „Neugeld“-Aktion aus dem letzten Jahr neuaufgelegt und den Zinssatz aufs Tagesgeld auf 2,8 Prozent p. a. (per annum/pro Jahr) erhöht. Den bekommen sowohl Neu- als auch Bestandskunden für vier Monate – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Lohnt sich die Teilnahme oder gibt es bessere Alternativen?

Postbank: 2,8 Prozent Zinsen auf neues Tagesgeld

Alle bestehenden und bis zum 18. März 2026 neu eröffneten Tagesgeldkonten bei der Postbank nehmen automatisch an der Aktion teil, sofern sie alle der nachfolgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Die Mindestanlage beträgt 2500 Euro.
  • Das Geld muss bis zum 25. März 2026 eingehen.
  • Die Einlage darf nicht von einem Depot oder Konto aus der Deutsche-Bank-Gruppe (Deutsche Bank, Postbank, Norisbank, BHW Bausparkasse, DWS) stammen.
  • Das Tagesgeldkonto muss bis spätestens 18. März 2026 eröffnet werden.
  • Das Tagesgeldkonto darf nicht an einer vorangegangenen Aktion teilgenommen haben.

Sind alle Punkte erfüllt, verzinst die Postbank das neue Guthaben vom 1. April bis zum 31. Juli 2026 mit 2,8 Prozent p. a. Für bereits vorhandenes Geld von Bestandskunden bleibt es beim variablen Standardzinssatz, der derzeit 0,75 Prozent beträgt.

Wichtig: Haben Sie sich im Rahmen einer früheren Neugeld-Aktion bereits einen Sonderzins bei der Postbank gesichert, müssen Sie zur Teilnahme an der aktuellen Auflage ein neues Tagesgeldkonto eröffnen, um die Aktionszinsen zu bekommen.

  • Für sechs Monate garantiert
  • Ab 2500 Euro Neugeld
  • Bis 100.000 Euro
  • Kostenlose Kontoführung
  • Deutsche Einlagensicherung

Wichtig: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich ändern. Die hier abgebildeten Daten und darauf basierenden Einschätzungen können also nicht dauerhaft garantiert werden.

Postbank-Tagesgeld: Zinsen und weitere Konditionen

Die Details der Neugeld-Aktion im Überblick:

  • Zinssatz: 2,8 Prozent p. a.
  • Zinsgarantie: 4 Monate (1. April bis 31. Juli 2026)
  • Mindest-/ Maximalanlage: 2500 Euro / 100.000 Euro
  • Zinsgutschrift: quartalsweise
  • Einlagensicherung: bis 100.000 Euro durch Deutschland (AAA)
  • Besonderheiten: Kontoeröffnungen muss bis 18. März 2026 erfolgen, Geld muss bis zum 25. März 2026 eingehen und darf nicht von einem Konto oder Depot der Deutsche-Bank-Gruppe stammen (Deutsche Bank, Postbank, Norisbank, BHW Bausparkasse, DWS)
  • Für sechs Monate garantiert
  • Ab 2500 Euro Neugeld
  • Bis 100.000 Euro
  • Kostenlose Kontoführung
  • Deutsche Einlagensicherung

Postbank-Tagesgeldkonto: Lohnt sich die Zins-Aktion?

Tagesgeldkonten sind eine sinnvolle Alternative für alle, die das Risiko des Aktienmarkts meiden und dennoch Rendite kassieren wollen. Die von der Postbank für vier Monate in Aussicht gestellten 2,8 Prozent p. a. werden niemanden reich machen, sind im aktuellen Marktumfeld aber durchaus eine lohnende Option, um die Auswirkungen der Inflation ein wenig abzufedern. Immerhin liegt der Zinssatz deutlich über dem von Verivox errechneten bundesweiten Durchschnittszins (1,28 Prozent) für Bestandskunden.

Die Realrendite, also der Ertrag nach Abzug der Inflation, liegt gegenwärtig bei 0,7 Prozent. Das ist nicht schlecht, dennoch bieten andere Banken noch bessere Konditionen (siehe nächster Abschnitt). Vor allem Bestandskunden sollten beachten, dass die Postbank den Aktionszins nur für neue Einlagen bezahlt. Es entsteht für die gesamte Summe also ein Mischzins. Wer sein ganzes Erspartes als Neukunde zu einer anderen Bank transferiert, kann deutlich höhere Zinsen bekommen.

Zinsen aufs Tagesgeld: Wer zahlt mehr als die Postbank?

Das unabhängige Verbraucherportal Finanztip empfiehlt in seinem Tagesgeldvergleich die Tagesgeldangebote der Volkswagen Bank und der Comdirect. Erstere bietet sechs Monate lang 2,9 Prozent p. a. aufs Tagesgeld, die Comdirect 2,75 Prozent, aber ebenfalls für ein halbes Jahr. Wer das Sparpotenzial bei der Direktbank weiter ausschöpfen möchte, kann den Zinssatz durch die zusätzliche Eröffnung eines Comdirect-Girokontos auf drei Prozent aufstocken (siehe nächster Absatz).

Comdirect Tagesgeldkonto

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100 Euro Bonus bei der Comdirect

Durch Erteilung einer Werbeerlaubnis und regelmäßiger Nutzung des Kontos in den ersten drei Monaten, winkt sogar ein einmaliger Bonus von 100 Euro. Beachten sollten Sie jedoch, dass das Girokonto nur in den ersten sechs Monaten kostenlos ist. Danach ist die Befreiung von den Kontoführungsgebühren in Höhe von 4,90 Euro im Monat an Bedingungen geknüpft. Wer sich daran nicht stört, sichert sich hier als Neukunde aber einen lohnenden Ertrag.

Comdirect Girokonto + Tagesgeldkonto

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Tagesgeld bei der VW-Bank: 2,9 Prozent Zinsen für Neukunden

Kommt ein zusätzliches Girokonto für Sie nicht infrage, ist die Volkswagenbank die gegenwärtig bessere Alternative für Aktionszinsen aufs Tagesgeld. Die bereits erwähnten 2,9 Prozent p. a. gibt es auch ohne zusätzliches Girokonto und die Gutschrift der Zinsen erfolgt monatlich, sodass sich ein nicht zu vernachlässigender Zinseszinseffekt einstellt. Auch nach Ablauf des Aktionszeitraums liegt der Tagesgeldzins mit 1,0 Prozent p.a. höher als bei der Postbank. Wer möglichst bequem und risikolos eine ordentliche Rendite einfahren möchte, ist hier gut beraten.

Tagesgeld bei der VW Bank

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Tipp: Überflüssige Tagesgeldkonten schließen

Wer etwa nach Ablauf einer Zinsgarantie zu einer neuen Bank weiterzieht, sollte das leere Konto schließen. Anders als ein Girokonto wird ein Tagesgeldkonto zwar nicht bei der Schufa gemeldet und hat daher keinen Einfluss auf den Score; bei den meisten Banken gelten ehemalige Kundinnen und Kunden aber nach sechs bis 24 Monaten wieder als Neukunden – und können entsprechende Sonderkonditionen einstreichen.

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