Anders als beim Tagesgeld steht beim Festgeld die angelegte Summe während der vereinbarten Laufzeit meist nicht zur Verfügung. Dafür ist der Zins für eine lange Zeit sicher und der Ertrag planbar. Drei interessante Festgeld-Angebote werden hier im Detail vorgestellt.
Postbank: 2,7 Prozent Zinsen für zwölf Monate
Die Postbank bietet mit dem Zinssparen eine festgeldähnliche Anlage. Dabei wird ein bestimmter Betrag für eine Laufzeit von sechs bis zu 96 Monaten jeweils zu einem festen Zinssatz angelegt. Aktuell bietet die Postbank für Neugeld 2,70 Prozent Zinsen p. a. bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und einer Anlagesumme zwischen 2.500 und 250.000 Euro.
Als Neugeld gelten Gelder, die bislang nicht bei der Deutsche Bank Gruppe angelegt waren. Dazu zählen neben der Postbank unter anderem Deutsche Bank, Norisbank, BHW Bausparkasse und DWS. Bestehendes Guthaben wird bei einem Festzinszeitraum von 12 Monaten ansonsten zu 2,3 Prozent p. a. angelegt.
- Laufzeiten: 6 Monat bis 96 Monate
- Zinsen: 2,3 Prozent bis 2,7 Prozent
- Neugeld-Aktion : 2,70 Prozent Zinsen p. a. für 12 Monate
- Anlagesumme: 2.500 Euro bis 250.000 Euro
- Einzahlung des Anlagebetrags in einer Summe, keine Zuzahlungen möglich
Wichtig: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich jederzeit ändern. Abweichungen von den genannten Zinssätzen können darauf zurückzuführen sein, dass der Anbieter die Konditionen nach Veröffentlichung angepasst hat.
Beim Zinssparen gibt es einen wichtigen Unterschied zum klassischen Festgeld: Sie müssen eine Kündigungsfrist von mindestens drei Monaten zum Ablauf der Festzinsdauer einhalten, bevor über die Einlage verfügt werden kann. Wenn keine Kündigung erfolgt, wird der Anlagebetrag zum dann geltenden Zinssatz für die gleiche Dauer automatisch wieder angelegt.
BBVA: Flexibles Festgeld mit bis zu 3,5 Prozent
Das Angebot der spanischen BBVA unterscheidet sich ebenfalls von klassischen Festgeldangeboten: Trotz vereinbarter Laufzeit kann das angelegte Geld vorzeitig vollständig oder teilweise ausgezahlt werden. Damit verbindet das flexible Festgeld einen festen Anlagezeitraum mit mehr Flexibilität. Wichtig: Bei einer vorzeitigen Kündigung erhalten Sie für den tatsächlichen Anlagezeitraum keine Verzinsung. Um das flexible Festgeld zu nutzen, muss ein kostenloses BBVA-Girokonto eröffnet werden.
- Laufzeiten: 6 Monate bis 5 Jahre
- Zinsen: 2,85 bis 3,5 Prozent p. a.
- Anlagesumme: 500 bis 1.000.000 Euro
- Auszahlung: vorzeitig vollständig oder teilweise möglich
- Voraussetzung: Girokonto bei der BBVA als Referenzkonto
- Einlagensicherung: gesetzlich bis 100.000 Euro über Spanien
Die BBVA fällt damit vor allem Sparern ins Auge, die sich einen festen Zinssatz sichern möchten, gleichzeitig aber nicht vollständig auf den Zugriff auf ihr Erspartes verzichten wollen. Guthaben sind über die spanische gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde geschützt.
Volkswagen Bank: Bis zu 3,1 Prozent mit dem Sparbrief
Bei der Volkswagen Bank können Sparer für längere Anlagezeiträume einen Sparbrief nutzen. Die Laufzeiten reichen von einem bis fünf Jahren. Den höchsten Zinssatz von 3,1 Prozent p. a. gibt es bei einer Laufzeit von zwei oder drei Jahren.
- Laufzeiten: 1 bis 5 Jahre
- Zinsen: 2,8 bis 3,1 Prozent p. a.
- Topzins: 3,1 Prozent p. a. bei 2 oder 3 Jahren Laufzeit
- Mindestanlage: 2500 Euro
- Auszahlung: jährlich zum 30. Dezember sowie am Ende der Laufzeit
- Voraussetzung: Verrechnungskonto bei der Volkswagen Bank (z. B. Tagesgeldkonto)
- Einlagensicherung: gesetzlich bis 100.000 Euro über Deutschland, zusätzlich Einlagensicherungsfonds
Volkswagen Bank Plus Sparbrief (zwei oder drei Jahre Laufzeit)
Die Mindestanlage von 2500 Euro liegt bei der Volkswagen Bank höher als beim Angebot der BBVA. Dafür gibt es keine maximale Anlagesumme.
Welches Festgeld-Angebot passt zu wem?
Welches der drei Angebote am interessantesten ist, hängt vor allem davon ab, wie lange Sie auf Ihr Geld verzichten können. Die Postbank bietet mit bis zu 96 Monaten die längste Laufzeit in diesem Vergleich. Die spanische BBVA ist dank der Möglichkeit zur vorzeitigen Auszahlung flexibler als klassisches Festgeld und bietet gleichzeitig mit bis zu 3,5 Prozent p. a. den höchsten Festgeldzinssatz der drei vorgestellten Angebote. Wer hingegen große Summen bei einem etablierten deutschen Kreditinstitut anlegen möchte, kann sich den Plus Sparbrief der Volkswagen Bank ansehen. Hier sind bei zwei beziehungsweise drei Jahren Laufzeit bis zu 3,1 Prozent Zinsen p. a. möglich.
Darauf sollten Sie bei Festgeld achten
Der höchste Zinssatz allein sollte nicht über die Wahl eines Festgeldkontos entscheiden. Wichtig sind auch Laufzeit, Mindestanlage, Einlagensicherung und die Frage, ob während der Laufzeit ein Zugriff auf das Geld möglich ist.
Grundsätzlich sollten Sie nur Geld als Festgeld anlegen, das Sie während der gesamten Laufzeit voraussichtlich nicht benötigen. Ein finanzieller Puffer für unerwartete Ausgaben lässt sich beispielsweise auf einem jederzeit verfügbaren Tagesgeldkonto zurückhalten.
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Aktionszinsen
Viele Angebote gelten nur für Neukunden und für einen begrenzten Zeitraum. Danach greift der jeweils gültige Basiszins des Anbieters.
Beachte die Sicherung des jeweiligen Landes. In der EU sind Einlagen gesetzlich bis 100.000 € pro Kunde und Bank geschützt.
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