Wer sein Geld flexibel und dennoch gut verzinst anlegen möchte, sollte die aktuellen Tagesgeldangebote vergleichen. Den höchsten Tagesgeldzins am Markt bietet derzeit XTB mit 4,5 Prozent p. a. Um sich diesen zu sichern, müssen Kunden allerdings ein Wertpapierdepot führen und regelmäßig Wertpapiere handeln. Wer sein Erspartes ohne diese zusätzliche Voraussetzung verzinsen lassen möchte, kann auf das Angebot der Openbank zurückgreifen. Die zur Banco Santander gehörende Bank zahlt Neukunden aktuell 4,0 Prozent Zinsen pro Jahr für einen Zeitraum von vier Monaten.
Openbank: 4,0 Prozent Zinsen für vier Monate
Die Openbank bietet Sparern im Oktober einen besonders hohen Aktionszins von 4,0 Prozent p. a. Dieser gilt für vier Monate und für Einlagen von bis zu 100.000 Euro. Nutzen können das Angebot alle, die in den vergangenen zwölf Monaten kein Tagesgeldkonto bei der Openbank beziehungsweise der früheren Santander Tagesgeld geführt haben. Zusätzlich ist ein Girokonto bei der Bank erforderlich.
Die Konditionen auf einen Blick:
- Aktionszins: 4,0 Prozent p. a. für 4 Monate
- Maximal verzinste Einlage: 100.000 Euro
- Voraussetzung: Girokonto bei der Openbank
- Anschlusszins: aktuell 2,0 Prozent p. a., variabel
- Einlagensicherung: gesetzlich bis 100.000 Euro in Deutschland, zusätzlich freiwilliger Einlagensicherungsfonds
Wichtig: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich jederzeit ändern. Abweichungen von den genannten Zinssätzen können darauf zurückzuführen sein, dass der Anbieter die Konditionen nach Veröffentlichung angepasst hat.
Nach den vier Monaten wird das Guthaben mit dem regulären Zinssatz von derzeit 2,0 Prozent p. a. verzinst. Da dieser variabel ist, kann die Bank ihn jederzeit anpassen.
Consorsbank: 3,8 Prozent Zinsen für 5 Monate
Auch die Consorsbank hat derzeit ein interessantes Tagesgeldangebot. Erst kürzlich hat sie den Aktionszins von 3,6 auf 3,8 Prozent p. a. angehoben. Zwar liegt die Verzinsung damit etwas unter der der Openbank, dafür gilt sie einen Monat länger und für Guthaben von bis zu einer Million Euro. Das Angebot richtet sich an Neukunden, die in den vergangenen sechs Monaten weder ein Konto noch ein Depot bei der Consorsbank hatten.
Die Konditionen auf einen Blick:
- Aktionszins: 3,8 Prozent p. a. für 5 Monate
- Maximal verzinste Einlage: 1 Million Euro
- Zinsgutschrift: vierteljährlich
- Anschlusszins: aktuell 1,0 Prozent p. a., variabel
- Einlagensicherung: gesetzlich bis 100.000 Euro in Frankreich, zusätzlich freiwillige Absicherung bis zu 3 Millionen Euro
Zusätzlich zum Tagesgeldkonto erhalten Kunden ein kostenloses Wertpapierdepot. Darüber hinaus gibt es derzeit eine Sonderaktion: Wer bis zum 30. November 2026 erstmals ein Tagesgeldkonto beantragt und die Eröffnung spätestens am 20. Dezember abschließt, kann sich ETF-Anteile im Wert von rund 100 Euro sichern.
Dafür müssen zum jeweiligen Stichtag mindestens 50.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto liegen. Bei einer Kontoeröffnung im Oktober 2026 ist der 30. April 2027 maßgeblich.
Die Consorsbank ist Teil der französischen BNP Paribas. Kundeneinlagen sind deshalb über die französische gesetzliche Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Person abgesichert. Zusätzlich gehört die Bank dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken an.
Tagesgeld im Oktober: Welches Angebot lohnt sich mehr?
Mit 4,0 Prozent p. a. bietet die Openbank derzeit den höheren Aktionszins. Die Consorsbank liegt mit 3,8 Prozent knapp dahinter, garantiert die Verzinsung allerdings für fünf statt vier Monate. Außerdem können Kunden dort deutlich größere Beträge zum Aktionszins anlegen.
Entscheidend ist jedoch nicht allein der anfängliche Zinssatz. Beide Banken begrenzen ihre besonders hohen Zinsen auf wenige Monate. Anschließend gelten die variablen Standardzinsen, die deutlich niedriger ausfallen können.
Wer bereit ist, regelmäßig das Tagesgeldkonto zu wechseln, kann sich auf diese Weise immer wieder hohe Neukundenzinsen sichern. Für Sparer, die ihr Geld möglichst lange ohne erneuten Bankwechsel anlegen möchten, können dagegen Angebote mit einer längeren Zinsgarantie sinnvoll sein. Selbst wenn der anfängliche Zinssatz etwas niedriger liegt, kann über einen längeren Zeitraum insgesamt ein höherer Zinsertrag entstehen.