In ein neues Auto steigen, alles funktioniert, wie es soll, und es bietet auch noch sämtliche Annehmlichkeiten moderner Modelle: Dafür braucht es dank Leasing nicht zwingend eine große Summe Eigenkapital. Durch die befristete Bindung ermöglicht Leasing zudem, E-Autos und Hybride längerfristig zu testen, falls unklar ist, ob diese Antriebsarten auf lange Sicht wirklich das Passende sind.
Und letztlich kosten Elektroautos nach wie vor oft mehr als Verbrenner. Beim Leasing bleibt die Monatsrate in der Regel überschaubar, vor allem in Kombination mit der E-Auto-Prämie des Staates. Doch eine niedrige Rate allein sagt noch nicht viel darüber aus, ob ein Leasing-Angebot wirklich gut ist.
Welches E-Auto darf es sein?
Bevor es auf die Suche nach dem passenden Leasing-Angebot geht, sollte klar sein, welche E-Autos von welchen Marken überhaupt in Frage kommen. Die Modelle sollten zum persönlichen Alltag passen – insbesondere in Bezug auf die Größe, das Platzangebot, die Reichweite und die Ausstattung.
- Stadtverkehr: Kompakte E-Autos lassen sich leichter parken und reichen für kurze Strecken oft aus.
- Pendler: Reichweite, Verbrauch und Lademöglichkeiten spielen eine wichtige Rolle.
- Familien: Platzangebot, Kofferraum und gegebenenfalls Anhängelast zählen.
- Langstrecken: Ladeleistung, Reichweite bei Autobahntempo und Ladeplanung sind entscheidend.
Wichtig: Ein Modell gibt es meistens in Batterievarianten, die sich stark auf die Leistung und die Reichweite auswirken. Mit größerer Batterie und in der Regel höherer Leistung und Reichweite steigt meistens auch der Preis des Elektroautos.
Wer weiß, welche E-Autos er gerne hätte, findet ein großes Leasing-Angebot diverser Hersteller und Modelle in ganz Deutschland zum Stöbern unter anderem auf der Vermittlungsplattform Carwow. Hier lassen sich die verschiedenen Angebote vergleichen und anfordern. Anschließend läuft der Vertragsprozess mit dem Händler meistens komplett digital ab.
Alle Kosten eines geleasten E-Autos im Blick
Eines sollte bei der Suche nach einem passenden Leasing-Angebot klar sein: Bei der Monatsrate hören die Kosten für ein E-Auto im Leasing nicht auf. Es kommen in der Regel Bereitstellungs- oder Überführungskosten hinzu, manchmal auch Rückführungskosten, die bei der Abgabe des Fahrzeugs anfallen. Sonderzahlungen müssen gegebenenfalls auch ins Budget passen, wie die staatliche E-Auto-Förderung, die vom Leasingnehmer beim Händler vorgestreckt wird. Zudem fallen laufende Kosten an für
- Strom (etwa 30 bis 100 Euro im Monat),
- Versicherung (Vollkasko für Neuwagen ab 75 Euro im Monat),
- Wartung und Reifen (etwa 50 bis 80 Euro im Monat).
Deshalb sollten Interessenten ihr monatliches Budget für ein Auto nicht schon mit der Leasingrate ausreizen. Experten empfehlen, eine Rate zu wählen, die zehn bis 15 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens nicht überschreitet.
Leasing-Angebote richtig vergleichen: Die effektive Monatsrate zählt
Ist die Budgetfrage auch geklärt, geht es daran, sich Angebote rauszusuchen und miteinander zu vergleichen. Das geht am besten online über Vergleichsportale, auf denen Interessenten nach Marke, Modell, Preis, Laufzeit, Ausstattungsmerkmalen sowie Region filtern können. Wichtig beim Angebotsvergleich ist nicht die angegebene Monatsrate, sondern die effektive. Diese lässt sich wie folgt errechnen:
- Alle relevanten Leasingkosten geteilt durch die Laufzeit in Monaten
- Zu den Leasingkosten zählen die Monatsrate, Bereitstellungskosten, ggf. Rückführungskosten, ggf. Sonderzahlungen (zum Beispiel Prämie).
Beispiel: Die Monatsrate beträgt 99 Euro und die Bereitstellungskosten 1290 Euro. Macht Gesamtkosten in Höhe von 4854 Euro. Geteilt durch eine Laufzeit von 36 Monaten kommt die effektive Monatsrate von 134,83 Euro raus. Wird die E-Auto-Prämie mit zum Beispiel 6000 Euro als Sonderzahlung berücksichtigt, steigen die Gesamtkosten entsprechend und die effektive Rate beträgt 301,50 Euro.
Hinweis zur E-Auto-Prämie: Diese kann bis zu 6000 Euro betragen, je nach Einkommen und Familienkonstellation. Sie ist dem Händler vorzustrecken, sofern das Leasing-Angebot mit der Förderungssumme kalkuliert ist. Im Nachhinein holt sich der Leasingnehmer das Geld vom Staat zurück. Je nach persönlicher Situation kann es sein, dass man nicht für die gezahlte Summe berechtigt ist und weniger zurückerhält. Daher ist es sinnvoll, die effektive Rate sowohl mit als auch ohne die Prämie zu berechnen.
Weitere Vergleichskriterien beim Auto-Leasing
Die effektive Monatsrate ist sehr relevant, wenn es darum geht, das passende Leasing-Angebot zu finden. Doch es gibt noch weitere Faktoren, um Angebote adäquat zu vergleichen:
- Leasingfaktor: gibt Auskunft darüber, wie hoch die Monatsrate im Verhältnis zum Bruttolistenpreis des Autos ist (unter 0,5: Top-Angebot, bis 0,75: gutes Angebot, bis 1: solides Angebot, über 1: teures Angebot).
- Laufzeit: Üblich sind 24 bis 48 Monate.
- Jährliche Fahrleistung: bestimmte Kilometerzahl ist im Angebot integriert, bei Überschreitung fallen in der Regel zusätzliche Kosten an (ist dem Vertrag zu entnehmen).
- Lieferzeit: bei Neuwagen oft mehrere Monate, gebraucht meistens direkt erhältlich
Vor allem bei der Laufzeit, den Kilometern und der Lieferzeit kommt es wieder auf persönliche Kriterien an. So können 5000 Kilometer im Jahr für Vielfahrer sehr knapp bemessen sein. Bei Plattformen wie Carwow lässt sich die Fahrleistung jedoch auch noch anpassen. Dadurch steigt die Monatsrate in der Regel an.
Vor Abschluss Vertragsbedingungen prüfen
Ein Angebot überzeugt? Dann geht es noch mal darum, das Kleingedruckte zu prüfen. Gerade die Punkte um Schäden und Gebrauchsspuren sowie Wartung und Verschleiß sind wichtig. Welche Abnutzung als normal gilt und welche Leistungen diesbezüglich erbracht werden können, ist in den Verträgen im Regelfall klar definiert. Ebenso wichtig sind die individuellen Rückgabebedingungen des Händlers. So wissen Leasingnehmer, in welchen Fällen welche Zusatzkosten auf sie zukommen können und was im Händlerservice abgedeckt ist.
Achtung: Nicht alle Angebote richten sich an Privatkunden. Es gibt auch viele Leasing-Deals für Gewerbekunden. Dies ist jedoch in der Regel bereits aus dem direkten Online-Angebot ersichtlich, nicht erst im Vertrag. Für die Suche lassen sich solche Angebote per Filter ausschließen.
Fazit: Das passende Leasing-Angebot ist mehr als eine niedrige Rate
Alles in allem ist das Leasen eines E-Autos kein Selbstläufer und die Angebote sind im Vorfeld sorgsam zu prüfen. Ein guter Leasingdeal verbindet einen fairen Gesamtpreis mit passenden Vertragsbedingungen und einem Fahrzeug, das den eigenen Bedarf abdeckt. Die effektive Monatsrate erleichtert den Vergleich, während Reichweite, Ladeoptionen und Rückgabebedingungen darüber entscheiden, ob das Angebot auch im Alltag überzeugt.
Wer alles berücksichtigt, findet das für ihn beste Angebot und kann sich schon bald über das neue E-Auto freuen.
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