Es gibt kaum noch einen Bereich, in dem es keine „smarte“ Technik gibt, die das Leben der Menschen erleichtern soll. Gerade beim leidigen Thema Haushalt sind Helfer, Roboter und Automatisierungen gefragt wie nie. Allerdings ist nicht alles so smart, wie es auf den ersten Blick aussieht, und manchmal ist der Nutzen eher gering oder gar nicht da, sodass es sogar zu mehr Arbeit kommt. Die folgenden Geräte können durch ihre Funktionen und intelligenten Arbeitsweisen tatsächlich einen Mehrwert bieten.
Weniger putzen mit Saugrobotern und Co.
In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich Staubsaugroboter technisch rasant weiterentwickelt. Vom kleinen Nerdgerät, das sich ständig irgendwo festfährt und nur den gröbsten Dreck schafft, sind die heutigen Hightech-Geräte weit entfernt: Sie saugen und wischen so gut wie nie zuvor und kommen dank automatischer Selbstreinigungsdocks bis zu einer Woche ohne menschliche Wartung aus.
Hersteller Dreame brachte jüngst mit dem Aqua20 Pro Ultra Roller X Complete das erste Modell mit zentraler Dampfeinheit zur Bodenreinigung raus, das es selbst mit eingetrockneten Flecken aufnehmen soll. Somit ist die Entwicklung der Saug-Wischroboter noch lange nicht abgeschlossen. Wer Tiere im Haushalt hat, der ist aktuell mit dem Saros 10R von Roborock gut beraten. Dieser hat ein effektives Anti-Tangle-Bürstensystem, damit sich lange Haare nicht an der Reinigungseinheit verwickeln, und ein hohes Aufnahmevolumen sowie eine gründliche Selbstreinigungsstation.
Neben Saugrobotern gibt es auch immer mehr Fensterputzroboter für den privaten Haushalt. Diese sind zwar noch nicht so ausgereift wie ihre Reinigungskollegen auf dem Boden, doch der Ecovacs Winbot W3 Omni gilt in vielen Testredaktionen wie der von Chip als der aktuell gründlichste, ausdauerndste und reinlichste, da er seine Wischpads selbst reinigen kann.
Hinweis: Online-Preise beliebter Produkte unterliegen ständigen Schwankungen. Die hier abgebildeten Konditionen und Preis-Einschätzungen können also nicht dauerhaft garantiert werden.
Kochen leicht gemacht mit Heißluftfritteuse und mehr
Im Alltag soll Kochen meistens schnell gehen und trotzdem gehaltvolle Mahlzeiten hervorbringen. Daher sind auch hier Automatismen gefragt, die moderne Maschinen mitbringen. Vor allem die Heißluftfritteuse hat sich als gefragter Allrounder erwiesen. Denn mit ihnen lässt sich in der Regel nicht nur frittieren, sondern auch braten, backen und aufwärmen. Je nach Modell können große Portionen zubereitet werden und auch verschiedene Lebensmittel, die zur gleichen Zeit fertig sein sollen. Das macht das Kochen übersichtlicher, einfacher zu managen und soll Energie und Fett sparen im Vergleich zu herkömmlichen Zubereitungsarten im Ofen und auf dem Herd. Besonders gefragt sind die Modelle von Ninja und Cosori.
Das Kochen vereinfachen und den Abwasch in Grenzen halten? Das gelingt mit Küchenmaschinen mit Kochfunktion. Sie können kochen, kneten, mixen, rühren und zerkleinern. Integrierte Waagen und automatisierte Programme nach Rezeptauswahl sowie App-Extras über WLAN gehören zu den heutigen Modellen ebenfalls dazu. Der Thermomix ist wohl eine der bekanntesten solcher Küchenmaschinen. Doch auch WMF mit seiner Avantgarde und die Cookit von Bosch sind Maschinen auf ähnlichem Niveau.
Darüber hinaus dürfen sich Kaffeeliebhaber über Kaffeemaschinen freuen, die mit ihren Programmen und Einstellungen sowie intelligenter Mahlgradanpassung und App-Anbindung den Weg zum täglichen Kaffeegenuss kinderleicht und zeitsparend gestalten. Hier ist aber immer noch manuelle Unterstützung erforderlich. Auch Backöfen und Kühlschränke bringen heute in den oberen Preisklassen App-Anbindungen mit, per Kamera den Blick ins Gerät aus der Ferne sowie Erinnerungsfunktionen.
Gartenarbeiten von Mähroboter und Co. erledigen lassen
Auch außerhalb von Wohnung oder Haus gibt es smarte Technik, die beispielsweise bei der Gartenarbeit helfen kann. Wiederkehrende Aufgaben können damit gut und gerne abgegeben werden. Zum Beispiel an einen Mähroboter: Die Modelle entwickeln sich stetig weiter und werden immer leistungsfähiger, einfacher zu bedienen und autonomer. So mähen viele Modelle inzwischen ohne Begrenzungskabel – mit GPS, Sensoren, Kameras und KI orientieren sie sich, um ihre Arbeit zu erledigen. Aktuell ist der Luba 3 AWD von Mammotion als Premium-Gerät etwa beim Test von Chip ganz vorne mit dabei. Wer es günstiger mag, findet in dem Landroid M700 Plus von Worx einen soliden Preistipp. Dieser braucht aber wieder ein Begrenzungskabel.
Nicht mehr Rasen mähen zu müssen, ist schön und gut, aber wer kümmert sich gerade im Urlaub um die Bewässerung? Das ist eine Aufgabe für smarte Bewässerungssysteme. Hier gibt es zumeist eine Einheit am Wasserhahn, mehrere Sensoren auf dem Rasen oder in den Beeten und meistens noch eine Zentrale, die beispielsweise die Steuerung per App von unterwegs aus ermöglicht. Ein solches System kann sich nicht nur an Zeitpläne halten, sondern auch die Feuchtigkeit im Boden prüfen und automatisch bewässern, falls notwendig. Gardena bietet ein umfangreiches System mit der Smart Water Control.
Für Wasserratten mit eigenem Pool gibt es ebenso smarte Unterstützung: Poolroboter können je nach Funktionsumfang automatisch den Boden, die Wände und die Oberfläche reinigen. Lediglich zum Entleeren des Filterkorbs und zum Aufladen brauchen die Roboter menschliche Unterstützung. Von Beatbot gibt es mit dem Sora 30 sogar einen Poolroboter, der unter 600 Euro zu haben ist.
Mehr Sicherheit mit smarter Klingel und Kameras
Es gibt zudem eine Vielzahl an intelligenten Geräten, die das Zuhause sicherer machen. So gibt es Videotürklingeln, die einfach und in einigen Fällen sogar kabellos anzubringen sind. Sie funktionieren per WLAN und App, können Bewegungen erkennen sowie Gesichter und Pakete. Die smarten Türklingeln senden Benachrichtigungen ans Smartphone und Nutzer können sogar vom Smartphone aus mit dem Besuch reden. Die Ring Battery Video Doorbell ist ideal für Nutzer von Amazon Alexa. Doch auch unabhängige Produkte wie von Eufy können mit Alexa oder Google Assistant problemlos arbeiten.
Alles immer im Blick? Überwachungskameras sind heutzutage WiFi-fähig und somit per App steuerbar und einstellbar. Zudem setzen sie KI ein, um Menschen, Tiere und Dinge voneinander zu unterscheiden. Bereiche können in der Regel ausgeblendet werden. Die Aufzeichnungen sind je nach Modell auf einer SD-Karte oder in einer Cloud abzuspeichern und aufrufbar. Bei letzterer Option werden oft Abogebühren des Anbieters fällig. Wer sich für die Tapo TP-Link C520WS entscheidet, kann zwischen den Speichermöglichkeiten wählen.
Weitere smarte Haushaltshelfer
Es gibt noch viele weitere Geräte, die im Haushalt mit intelligenten Funktionen, Steuerungen und Automatismen helfen. Beispielsweise gibt es Waschmaschinen, die die Waschmittelmenge, die Temperatur und das Programm automatisch der Wäschemenge, der Textilienart und dem Fleckengrad anpassen, um so effektiv das beste Ergebnis zu erzielen. Und auch Trockner oder Waschtrockner können heutzutage mitdenken. Weitere sinnvolle Gadgets sind Luftreiniger und Klimaanlagen, die sich den Gegebenheiten anpassen und das Raumklima analysieren.
Geräte nachrüsten: Diese kleinen Gadgets machen smart
Zu guter Letzt braucht es manchmal auch nicht immer ein komplett neues Gerät: Mit Smart Plugs lässt sich von Kaffeemaschine über Lampe bis Waschmaschine sämtliche Elektronik ausstatten und per App oder Sprachsteuerung ein- und ausschalten sowie Zeitpläne erstellen. Wessen Augenmerk also auf eine einfache Bedienung und Zeitpläne liegt, kann mit smarten Steckdosen schon viele Geräte upgraden.
Weiterhin sind Heizkörper mit Thermostaten nachrüstbar, um effizient und temperaturgenau zu heizen. Diese bringen je nach Hersteller und Modell Temperaturerkennung, Fenster-Auf-Erkennung, Boostfunktionen und individuell einstellbare Zeitpläne mit. Außerdem sind sie je nach System mit Fenster-, Tür- und Bewegungssensoren koppelbar, um noch präziser arbeiten zu können.
Starter Kit Smartes Heizkörperthermostat
Mit smarten Leuchtmitteln können sämtliche Lampen per App oder Sprache gesteuert, Zeitpläne erstellt und Lichtfarbe und Helligkeit individuell eingestellt werden. Außerdem gibt es smarte Gurtwickler, damit herkömmliche Rollläden einfach und ohne großen Aufwand elektrisch steuerbar sind, selbstverständlich auch mit Zeitplänen und per Sprachsteuerung.
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