Klassische Türspione haben den Nachteil, dass der Bewohner erst zur Tür gehen muss, um hindurchzuschauen und zu sehen, wer der Besucher ist. Der VD1 von Imou dagegen sendet Live-Bilder auf ein Farbdisplay oder auch an Amazon-Geräte mit Display, sodass für den Check nicht immer das ganze Haus durchquert werden muss. Klingt zunächst nach einer wahren Errungenschaft für mehr Komfort und Sicherheit. Alle Einzelheiten und ob es auch einen Haken gibt, im Folgenden.
So funktioniert der digitale Türspion mit Farbdisplay
Der VD1 von Imou ist eine Kamera im Spion-Format. Daher passt sie durch die meisten herkömmlichen Spion-Löcher, die zwischen 14 und 26 Millimeter Durchmesser haben, und eignet sich für Türstärken zwischen 35 und 102 Millimeter. Somit ist keine aufwendige Montage mit Bohren nötig. Auch muss nichts verkabelt werden, da der digitale Türspion mit einem 4800-mAh-Akku funktioniert, der per USB-C-Kabel aufgeladen wird.
- Funktionen: Always-on-Video, KI-Personenerkennung, Privatsphärenmasken, Live-Aufnahmen
- Funkstandard: Dual-Band-WLAN 6
- Bildschirmgröße: 4,3 Zoll
- Kamera: 5 MP QHD mit 149° Ultraweitwinkel
- Speicher: Micro-SD bis zu 512 GB
- Akku: 4800 mAh, per USB-C laden
- Kompatibilität: Amazon Alexa, Echo
- Lieferumfang: Montagerahmen, Schrauben, ein 3M-Sticker, zwei verschiedene Farbringe
Per WLAN ist der Türspion mit dem Farbdisplay verbunden und sendet darauf Live-Bilder. Mit der Always-on-Video-Funktion macht sie alle paar Sekunden Fotos, um das Tagesgeschehen zu dokumentieren. Erst, wenn sie Menschen erkennt, schaltet sie in flüssiger Videoaufnahme um. Zudem gibt es noch Maskierungen, um Bereiche auszublenden, die von Nachbarn oder der Öffentlichkeit genutzt werden. Gesteuert wird mit Hersteller-App. Außerdem ist Sprachsteuerung mit Alexa möglich und auch die Livebild-Anzeige auf Echo-Geräten mit Bildschirm.
Hinweis: Online-Preise beliebter Produkte unterliegen ständigen Schwankungen. Die hier abgebildeten Konditionen und Preis-Einschätzungen können also nicht dauerhaft garantiert werden.
Wann ist eine Türspion-Kamera erlaubt?
Mögen Montage und Nutzung des digitalen Türspions einfach sein – rechtlich warten ein paar Stolperfallen. Zunächst ist die angepriesene Always-on-Video-Funktion am besten auszuschalten. Denn eine 24/7-Überwachung ist privat in den meisten Fällen nicht zulässig. Es muss erst durch beispielsweise Bewegungserkennung ein Bedarf an Überwachung oder Live-Übertragung entstehen.
Außerdem darf die Kamera keine öffentlichen Straßen und Gehwege und auch nicht Teile des Nachbargrundstücks einfangen. Letztlich sollten Nutzer, wie bei klassischer Videoüberwachung, ein Hinweisschild in Türnähe anbringen, damit Menschen über die Kamera informiert sind.
Mit diesen Eingrenzungen ist es nicht sinnvoll, einen solchen Spion für eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus zu nutzen. Schließlich dürfte der Kamerabereich selbst mit den Maskierungen nur schwerlich derart einzugrenzen zu sein, dass die Persönlichkeitsrechte der Nachbarn, die den Hausflur nutzen, nicht verletzt werden. Es gab zu dem im Jahr 2025 ein Gerichtsurteil in Karlsruhe, das es einem Eigentümer nicht erlaubte, eine Türspion-Kamera im Mehrfamilienhaus einzusetzen.
Preischeck: So gut ist das Angebot bei Tink
Wer also ein Haus hat und sich an die rechtlichen Vorgaben halten kann, findet beim Smart-Home-Experten Tink den VD1 von Imou für 59,99 statt 69,99 Euro. Es kommen jedoch noch rund 5 Euro Versandkosten hinzu. Auch gab es in der Vergangenheit das Geräteset schon für 56 Euro. Trotzdem bleibt das Angebot gut, denn aktuell bietet kein anderer Shop im Netz den Türspion für 64,94 Euro an.
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