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Einfach und günstig?

Eigener Onlineshop schon für 29 Euro? Das Angebot von Jimdo geprüft

Ein eigener Onlineshop klingt für viele Selbstständige nach Agenturkosten und Technikstress. Jimdo verspricht eine deutlich einfachere Lösung: Shopbaukasten, Zahlungsarten und Hosting aus einer Hand. Wie gut ist das Business-Angebot wirklich?
24. April 2026, 14:29 Uhr
Fröhlicher Mann grinst in die Kamera, er sitzt in einem Büro an einem Laptop (@istockphoto.com)
Eigener Onlineshop ganz einfach? Mit Jimdo ist das möglich!

Wer Produkte online verkaufen möchte, braucht heute nicht zwingend ein großes Shopsystem mit eigener Entwicklung. Für kleine Händler, Kreative, lokale Anbieter oder Selbstständige reicht oft ein Baukasten, der Produkte ordentlich darstellt, Zahlungen entgegennimmt und die wichtigsten rechtlichen Pflichtseiten abdeckt.

Genau hier setzt Jimdo Business an. Das Paket richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer, die ohne Programmierkenntnisse einen professionellen Onlineshop starten möchten. Für 29 Euro im Monat gibt es nicht nur den reinen Shop, sondern auch Zahlungsoptionen, Rechnungserstellung und SEO-Werkzeuge.

Jimdo Business: Das steckt im Onlineshop-Abo

Jimdo Business ist dabei laut eigener Aussage das beliebteste Shop-Paket des Hamburger Website-Baukasten-Anbieters. Im Mittelpunkt steht ein Onlineshop, der ohne externe Agentur eingerichtet werden kann. Produkte lassen sich anlegen, mit Varianten versehen und über automatisch erstellte Produktseiten darstellen. Laut Jimdo lassen sich so bis zu 100 Produkte verwalten.

Jimdo Business im Überblick

  • Professioneller Onlineshop-Baukasten mit eigener Domain, HTTPS und bis zu 50 Unterseiten
  • Produktvarianten, Rabattfunktionen und Streichpreise für den Verkauf
  • Gängige Zahlungsarten inklusive PayPal, Karten, Klarna, Apple Pay und Google Pay
  • Keine Jimdo-Verkaufsprovision
  • 50 GB Speicherplatz, SEO-Werkzeuge, Besucherstatistiken
  • Bearbeitung von Support-Anfragen innerhalb von 24 Stunden
Business Onlineshop

Business Onlineshop

29,00 EUR
monatlich
bei jimdo.com
zum Angebot

PayPal, Klarna und Co.: Welche Zahlungsarten sind dabei?

Für den Verkauf stehen gängige Zahlungsarten bereit. Jimdo nennt unter anderem Karten, Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna, Lastschrift, SEPA-Überweisung, iDeal und weitere lokale Zahlungsmethoden. Für kleine Shops ist das ein wichtiger Punkt, weil Kunden im Check-out nicht auf eine einzelne Zahlungsart festgelegt werden.

Ebenfalls interessant: Der Anbieter verlangt laut eigener Angabe keine Verkaufsgebühren oder Provisionen auf die Einnahmen des Shops. Das unterscheidet das Modell von Plattformen, bei denen zusätzlich zum Monatspreis Umsatzanteile fällig werden. Zahlungsdienstleister können allerdings weiterhin eigene Gebühren berechnen.

Der Deal-Check: Wie viel Shop gibt es für 29 Euro im Monat?

Preislich ist Jimdo Business vor allem dann interessant, wenn ein kleiner Onlineshop schnell und unkompliziert live gehen soll. 29 Euro im Monat sind insgesamt deutlich weniger als ein individuell entwickelter Onlineshop, bei dem häufig einmalige Projektkosten, laufende Wartung und zusätzliche Kosten für Rechtstexte, Hosting oder technische Betreuung entstehen können. Zudem liegt Jimdo mit 29 Euro ungefähr auf Augenhöhe mit Hauptkonkurrent Ionos – wobei hier allerdings für 32 Euro im Monat direkt 5000 Produkte im Onlineshop verwaltet werden können.

Der eigentliche Deal liegt aber nicht nur im Monatspreis, sondern in der Bündelung. Der Hamburger Anbieter kombiniert Baukasten, Hosting, Shop-Funktionen, Zahlungsintegration, SEO-Basics und Co. in einem Paket. Für kleinere Händler ist das insgesamt praktisch, weil weniger Einzelbausteine gebucht und miteinander verbunden werden müssen.

Kurz: Als Einstieg in den Onlinehandel ist das Paket stimmig. Wer allerdings stark wächst oder ein sehr individuelles Shopsystem braucht, stößt mit diesem Baukasten schneller an Grenzen.

Für wen lohnt sich Jimdo Business?

Jimdo Business passt vor allem zu kleinen Unternehmen, Selbstständigen und lokalen Händlern, die ohne technisches Vorwissen einen Onlineshop starten möchten. Der Baukasten bündelt Einrichtung, Produktpflege, Zahlungsarten und Rechnungsstellung in einem System.

Besonders sinnvoll ist das Paket für überschaubare Sortimente mit einfachen Varianten – etwa, wenn der eigene Direktvertrieb zunächst getestet werden soll. Weniger geeignet ist Jimdo Business für große Shops mit vielen Produkten, komplexen Versandregeln, B2B-Logik oder umfangreichen Schnittstellen.

Was sind die Grenzen des Angebots?

Die Stärke des Jimdo-Baukastens ist zugleich auch die Grenze: Das System ist auf Einfachheit ausgelegt. Das erleichtert den Start, schränkt aber individuelle Check-out-Prozesse, spezielle Designwünsche und tiefe technische Anpassungen etwas ein.

Auch die Produktzahl setzt einen eher begrenzten Rahmen: Der Anbieter nennt bis zu 100 Produkte als ideal verwaltbar. Zudem bedeutet „keine Jimdo-Verkaufsprovision“ nicht, dass Zahlungen kostenlos sind – Gebühren von PayPal, Klarna, Kreditkartenanbietern oder anderen Zahlungsdiensten können weiterhin anfallen.

Fazit: Guter Einstieg, aber kein Shopsystem für alle

Jimdo Business ist ein solides Angebot für kleine Shops, die schnell und ohne technische Hürden online gehen sollen. Für 29 Euro im Monat bündelt das Paket Shopfunktionen, Zahlungsarten, SEO-Basics sowie die Domain-Anbindung.

Stark ist vor allem die Kombination aus einfacher Bedienung, Produktvarianten, Rabattfunktionen und dem Verzicht auf Verkaufsprovisionen. Für große, stark individualisierte oder international skalierende Shops bleibt ein spezialisiertes E-Commerce-System aber die bessere Wahl.

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