Wer sich auf die Suche nach einer geschäftlichen Kreditkarte für das eigene Business macht, stößt früher oder später auf die Firmenkreditkarten von American Express. Sie sind nicht nur ein praktisches Zahlungsmittel, sondern bieten je nach Modell auch einige Services wie Verwaltungs-Tools, diverse Guthaben und Zusatzkarten. Aktuell gibt es für die Business Platinum Card einen Willkommensbonus von 200.000 Punkten für das Bonusprogramm Membership Rewards. Dieser ist allerdings an einen Mindestumsatz von gekoppelt.
Wichtig: Das Angebot mit den 200.000 Bonuspunkten ist über die in diesem Artikel bereitgestellten Links zugänglich. Entscheiden Sie sich hingegen für den Abschluss direkt bei American Express, erhalten Sie ein Startguthaben, das ggf. einen deutlich geringeren Gegenwert haben kann.
Business Platinum Card von American Express: So gibt es die 200.000 Punkte
American Express schreibt die 200.000 Membership Rewards Punkte erst nach dem Erreichen eines Mindestumsatzes gut. Das sind die Bedingungen:
- 15.000 Euro Mindestumsatz innerhalb der ersten sechs Monate mit Haupt- und Zusatzkarten
- Einwandfreie Kontoführung erforderlich
- Gutschrift nach den ersten sechs Monaten mit der nächstmöglichen Abrechnung
Die Karte selbst kostet derzeit 850 Euro pro Jahr. Dafür sind neben der Business Platinum Hauptkarte unter anderem eine weitere Business Platinum Zusatzkarte sowie bis zu 98 Business Gold Zusatzkarten ohne zusätzliches Kartenentgelt enthalten. Zusätzlich zum Startbonus werden mit den normalen Kartenumsätzen Membership Rewards Punkte gesammelt: Pro ausgegebenem Euro gibt es einen Membership Rewards Punkt.
Wer die Umsatzhürde erreichen kann, bekommt also einen ausgesprochen großen Punktevorrat. 15.000 Euro Mindestumsatz sind allerdings nicht wenig – das entspricht durchschnittlich 2500 Euro pro Monat. Diese Tricks können helfen.
Trick 1: Zusatzkarten clever einsetzen
Besonders interessant für Unternehmen mit mehreren Mitarbeitenden: Für den Willkommensbonus zählen auch die Umsätze der zugehörigen Business-Zusatzkarten. Statt dass ausschließlich der Inhaber der Hauptkarte monatlich 2500 Euro umsetzen muss, können beispielsweise auch Geschäftsessen, Dienstreisen oder andere betriebliche Ausgaben mehrerer Mitarbeitender zum erforderlichen Mindestumsatz beitragen. Für die Jahresgebühr von 850 Euro sind inkludiert:
- 1 Business Platinum Hauptkarte
- 1 Platinum Zusatzkarte
- 98 Business Gold Zusatzkarten
Das macht diese Strategie insbesondere für Firmen mit mehreren Mitarbeitenden interessant.
American Express Business Platinum Card mit 200.000 Extra-Punkten
Hinweis: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich schnell ändern. Sollten sich die Konditionen von den hier angegebenen unterscheiden, hat der Anbieter sie nach Veröffentlichung des Artikels angepasst.
Trick 2: Regelmäßige Geschäftskosten über die Amex laufen lassen
Der einfachste Weg zum Mindestumsatz besteht darin, möglichst viele ohnehin anfallende Geschäftsausgaben auf die Business Platinum Card umzustellen. Dazu können beispielsweise Software-Abonnements, Cloud-Dienste, Online-Werbung, Hotels oder Bürobedarf gehören – vorausgesetzt, der jeweilige Anbieter akzeptiert American Express.
Gerade digitale Dienstleistungen werden dabei schnell unterschätzt. Wer beispielsweise regelmäßig Geld für Werbekampagnen ausgibt, kann die Business Platinum Card bei entsprechenden Plattformen als Zahlungsmittel hinterlegen. Statt zusätzliche Ausgaben zu produzieren, werden also lediglich Zahlungen von einem anderen Zahlungsmittel auf die American Express Kreditkarte verlagert.
- Alle Einzelheiten zur Business Platinum Card gibt es hier: American Express Business Platinum Card: 200.000 Punkte
Trick 3: Dienstreisen mit der Karte bezahlen
Auch Dienstreisen können dabei helfen, den Mindestumsatz schneller zu erreichen. Flugtickets, Bahnfahrten, Hotels, Mietwagen oder Geschäftsessen summieren sich bei regelmäßig reisenden Selbstständigen und Unternehmen schnell auf mehrere Tausend Euro.
Praktisch ist, dass die Business Platinum Card ohnehin auf Geschäftsreisen ausgelegt ist. Neben dem Sammeln von Membership Rewards Punkten gehören unter anderem verschiedene Reiseversicherungen und Lounge-Vorteile zum Leistungspaket. Wer entsprechende Ausgaben ohnehin hat, kann sie daher gezielt über die Karte abrechnen und gleichzeitig auf den erforderlichen Umsatz für den Willkommensbonus einzahlen.
Zu den Reise-Benefits der Kreditkarte zählen unter anderem:
- Zugang zu über 1550 Flughafen-Lounges weltweit dank Lounge-Netzwerk sowie kostenlosem Priority Pass (muss erst aktiviert werden) für Inhaber der Haupt- und Platinum-Zusatzkarte
- Statusvorteile bei Hotelketten und Mietwagenpartnern, unter anderem sind inkludiert: Marriott Bonvoy Gold Elite, Hilton Honors Gold Status, All Accor Gold Status, Avis Presidents Club, Sixt Advantage Circle mit Platinum-Status
- Hotel-Vorteile in Form von Zimmer-Upgrades, Guthaben und mehr bei Buchungen über Fine Hotels & Resorts und The Hotel Collection von American Express
- Guthaben: 200 Euro für SIXT ride (8× 25 Euro), 300 Euro SIXT+ Auto Abo (25 Euro pro Monat), 200 Euro Online-Reiseguthaben
Trick 4: Größere Anschaffungen strategisch planen
Steht ohnehin eine größere Investition an, kann auch der Zeitpunkt des Kartenantrags entscheidend sein. Neue Laptops für Mitarbeitende, Smartphones, Büroausstattung oder eine ohnehin geplante Geschäftsreise können einen erheblichen Teil der 15.000-Euro-Hürde ausmachen. Wer beispielsweise bereits weiß, dass in den kommenden Monaten mehrere größere Anschaffungen anstehen, kann die Business Platinum Card zeitlich passend beantragen und diese Ausgaben anschließend über die Karte bezahlen.
Umgekehrt gilt: Nur um den Willkommensbonus zu erreichen, sollten keine unnötigen Anschaffungen getätigt werden. Selbst ein hoher Punktebonus gleicht zusätzliche Ausgaben, die ansonsten gar nicht entstanden wären, nicht aus.
- Lese-Tipp: Die gängigen geschäftlichen und privaten Kreditkarten von American Express fasst dieser Artikel zusammen: American Express Kreditkarten – der große Vergleich.
Trick 5: Jahreszahlungen statt Monatsabo prüfen
Bei einigen geschäftlich genutzten Diensten können Unternehmen zwischen monatlicher und jährlicher Abrechnung wählen. Wird eine Software oder ein anderer Dienst ohnehin langfristig benötigt, kann eine Jahreszahlung einen größeren Teil des erforderlichen Kartenumsatzes auf einmal abdecken. Das kann beispielsweise bei Software-Lizenzen, Hosting- oder anderen Unternehmensdiensten funktionieren. Voraussetzung ist natürlich, dass der Anbieter American Express akzeptiert und die Vorauszahlung wirtschaftlich sinnvoll ist.
Auch hier sollte der Mindestumsatz jedoch nicht das alleinige Entscheidungskriterium sein. Ein Jahresabo lohnt sich vor allem dann, wenn der Dienst ohnehin benötigt wird und die längere Bindung kein Nachteil ist.
200.000 Membership Rewards Punkte: Was bringt der Willkommensbonus eigentlich?
200.000 Membership Rewards Punkte klingen zunächst abstrakt – tatsächlich lässt sich damit aber einiges anfangen. Die Punkte können im Bonusprogramm von American Express unter anderem für Reisen, Gutscheine oder zum nachträglichen Begleichen ausgewählter Kartenumsätze genutzt werden. Besonders interessant ist für Vielreisende der Transfer zu verschiedenen Vielflieger- und Hotelprogrammen.
- Gültigkeit: Die Punkte verfallen nicht, solange das Hauptkartenkonto besteht.
- Punkte einlösen: Die gesammelten Membership Rewards Punkte lassen sich auf verschiedene Weisen einsetzen: Transfer zu Airline- oder Hotelpartnern, Eintausch in Sachprämien, Begleichen der Kartenrechnung, Spenden, zum Bezahlen (zum Beispiel bei Amazon).
- Punkte Turbo: Punktesammler können für 15 Euro im Jahr den sogenannten Punkte Turbo aktivieren, dann gibt es für jeden Euro Umsatz 1,5 Membership Rewards Punkte.
Bei mehreren Airline-Partnern, darunter British Airways und Flying Blue, gilt beispielsweise ein Verhältnis von fünf Membership Rewards Punkten zu vier Meilen beziehungsweise Avios. Aus 200.000 Membership Rewards Punkten können damit bis zu 160.000 Meilen oder Avios werden. Damit lassen sich je nach Airline, Strecke und Zeitraum beispielsweise schon Flüge in der Business Class oder First Class buchen.
Zum Willkommensbonus kommen außerdem die Punkte hinzu, die beim Erreichen des Mindestumsatzes ohnehin gesammelt werden. Am Ende der sechs Monate können also schon 215.000 Punkte auf dem Konto stehen.
Gibt es beim Mindestumsatz Einschränkungen?
Wer die erforderlichen 15.000 Euro erreichen möchte, kann dafür nicht einfach jede Belastung der Karte mitzählen. American Express verweist ausdrücklich auf die Ausschlüsse in den Teilnahmebedingungen des Membership Rewards Programms. Zu den nicht qualifizierenden Umsätzen gehören insbesondere Bargeldauszahlungen beziehungsweise bargeldähnliche Transaktionen. Auch Karten- und Programmgebühren zählen nicht einfach als regulärer Umsatz für den Bonus. Zudem können Gutschriften – etwa nach einer Retoure oder Stornierung – den anrechenbaren Umsatz wieder reduzieren.
Auch wichtig: die Neukundenregelung. Anspruch auf den Bonus haben nämlich nur Antragsteller, die innerhalb der vergangenen 18 Monate nicht Hauptkarteninhaber einer entsprechenden deutschen American Express Business Platinum Card waren. Zusätzlich muss das Kartenkonto einwandfrei geführt werden, insbesondere dürfen keine Zahlungsrückstände bestehen.
Auf einen Blick: Das bietet die Business Platinum Card
- Jährliches Mobilitätsguthaben, unter anderem 8× 25 Euro für Buchungen bei SIXT ride
- Bis zu 600 Euro Guthaben für Co-Working-Spaces und Telefonservices pro Jahr
- Zugang zu über 1550 Airport-Lounges weltweit (Lufthansa-Lounges ab Oktober 2026 nicht mehr enthalten)
- Automatisierte Belegverarbeitung mit GetMyInvoices
- Umfassender Versicherungsschutz auf Reisen und bei Geschäftsausgaben
- Bis zu 58 Tage Zahlungsziel für mehr Liquidität
- Bis zu 99 kostenfreie Mitarbeiterkarten
American Express Business Platinum Card mit 200.000 Extra-Punkten
Alternative: American Express Business Gold Card
Wem die Business Platinum Card mit 850 Euro Jahresgebühr zu teuer ist oder wer deren umfangreiche Reiseleistungen nicht benötigt, kann sich die American Express Business Gold Card ansehen. Sie ist innerhalb des Business-Portfolios deutlich schlanker aufgestellt und richtet sich ebenfalls an Selbstständige und Unternehmen. Aktuell gibt es für die Business Gold Card einen Willkommensbonus von 50.000 Membership Rewards Punkten. Für den Bonus müssen innerhalb der ersten sechs Monate 10.000 Euro qualifizierender Kartenumsatz erreicht werden.
- Beitragsfrei im 1. Jahr, danach 175 Euro pro Jahr
- 50.000 Membership Rewards Punkte für Neukunden bei einem Mindestumsatz von 10.000 Euro in den ersten 6 Monaten sowie einwandfreier Kontoführung
- Bis zu 50 Tage Zahlungsziel
- Bis zu 99 kostenfreie Mitarbeiterkarten
- 100 Euro jährliches Guthaben für Dell Technologies
- Versicherungen auf Reisen
- SIXT ONE Gold Status ohne Mindestanmietungen
American Express Business Gold Card mit 50.000 Extra-Punkten
Interessant ist die Business Gold Card für Unternehmen, die ohnehin hohe Kartenumsätze haben, aber auf viele Premiumserivces der Platinum verzichten können und eine günstigere Business-Kreditkarte bevorzugen.
Business Platinum Card oder Business Gold Card?
Die American Express Business Platinum Card ist vor allem für Selbstständige und Unternehmen interessant, die regelmäßig höhere Geschäftsausgaben haben und die zusätzlichen Reise- und Premiumleistungen tatsächlich nutzen. Wer die erforderlichen 15.000 Euro Umsatz in sechs Monaten ohnehin erreicht, bekommt mit den aktuell 200.000 Membership Rewards Punkten einen besonders hohen Willkommensbonus.
Die Business Gold Card ist dagegen die schlankere und günstigere Alternative für alle, die auf viele Premium-Vorteile der Platinum verzichten können. Damit gilt: Wer viel reist, hohe laufende Geschäftsausgaben hat und möglichst viele Zusatzleistungen möchte, dürfte eher zur Business Platinum Card tendieren. Wer vor allem eine Business-Kreditkarte für den Geschäftsalltag sucht und die umfangreichen Platinum-Vorteile nicht benötigt, sollte sich die Business Gold Card genauer ansehen.