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Zins-Hopping

Bringt der Wechsel von Tagesgeldkonten wirklich etwas?

Beim Zins-Hopping wechseln Sparer nach Ablauf der Zinsgarantie zu einem neuen Tagesgeldanbieter mit besseren Konditionen. Lohnt sich die Strategie?
27. Juli 2026, 13:01 Uhr
Mann stapelt einen Münzturm.
Beim Zins-Hopping wird das Ersparte regelmäßig auf ein Tagesgeldkonto mit einem höheren Zinssatz übertragen.(@istockphoto.com / Ratana21)

Wer sein Erspartes auf einem Tagesgeldkonto parkt, kennt das Problem: Viele Banken locken Neukunden mit hohen Aktionszinsen – nach wenigen Monaten fällt der Zinssatz jedoch oft deutlich. Genau hier setzt das sogenannte Zins-Hopping an.

Was steckt hinter dem Zins-Hopping?

Beim Zins-Hopping wechseln Sparer regelmäßig zu einem Tagesgeldkonto mit besseren Konditionen. Da viele Banken ihre höchsten Zinsen ausschließlich Neukunden anbieten und diese meist nur für drei bis sechs Monate garantieren, wird anschließend erneut zu einem anderen Anbieter gewechselt.

Der Vorteil: Wer konsequent die besten Angebote nutzt, kann über das Jahr hinweg deutlich höhere Zinserträge erzielen als mit einem dauerhaft genutzten Tagesgeldkonto, dessen Standardzins nach Ablauf der Aktion häufig spürbar niedriger ausfällt.

Wann lohnt sich der Kontowechsel?

Ob sich Zins-Hopping rechnet, hängt vor allem von der Anlagesumme ab. Bereits bei 20.000 Euro kann ein Unterschied von einem Prozentpunkt beim Zinssatz mehrere Hundert Euro zusätzlich pro Jahr bringen. Wer höhere Beträge anlegt, profitiert entsprechend stärker.

Dem gegenüber steht jedoch der organisatorische Aufwand. Für jedes neue Konto müssen Sparer die Legitimation durchführen, ein Referenzkonto hinterlegen und die Konditionen regelmäßig im Blick behalten.

Darauf sollten Sparer achten

Nicht nur der beworbene Zinssatz ist entscheidend. Vor einem Wechsel sollten Sie unter anderem auf folgende Punkte achten:

  • Dauer der Zinsgarantie
  • Maximale Anlagesumme für den Aktionszins
  • Bedingungen wie Neugeld oder Girokonto
  • Höhe des variablen Anschlusszinses
  • Gesetzliche Einlagensicherung

Wer diese Kriterien berücksichtigt, kann Angebote besser vergleichen und entscheiden, wann sich ein Wechsel lohnt.

Aktuelle Tagesgeldangebote für Zins-Hopper

Viele Banken bieten derzeit interessante Tagesgeldangebote mit Zinsen von bis zu 4 Prozent p. a. an.

Norisbank – bis zu 4,0 Prozent p. a.

Die Norisbank bietet derzeit eines der besten Neukundenangebote auf dem Markt. Für sechs Monate bzw. bis spätestens zum 31.12.2026 erhalten Neukunden 4,0 Prozent Zinsen pro Jahr auf Einlagen bis 250.000 Euro. Voraussetzung ist die Eröffnung eines Girokontos. Außerdem dürfen die Einlagen nicht von einem Konto oder Depot der Deutsche-Bank-Gruppe stammen (Deutsche Bank, Postbank, Norisbank, BHW Bausparkasse, DWS, Fyrst). Die Zinsgutschrift erfolgt quartalsweise.

  • 4,0 % p. a. für sechs Monate
  • Bis 250.000 Euro
  • Deutsche Einlagensicherung
  • Girokonto erforderlich (Das Girokonto ist kostenlos, wenn Sie unter 30 Jahre sind oder ab 500 Euro Geldeingang pro Monat.)
Norisbank Girokonto inkl. Tagesgeldkonto

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4,00% p.a.
bei norisbank.de
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Wichtig: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich jederzeit ändern. Abweichungen von den genannten Zinssätzen können darauf zurückzuführen sein, dass der Anbieter die Konditionen nach Veröffentlichung angepasst hat.

BBVA – 3,5 Prozent p. a.

Auch die BBVA richtet sich mit ihrem Angebot an Neukunden und bietet aktuell 3,5 Prozent Zinsen pro Jahr für sechs Monate. Das Angebot gilt für Guthaben bis 200.000 Euro auf dem Girokonto der BBVA. Die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben.

  • 3,5 % p. a.
  • Sechs Monate Zinsgarantie
  • Bis 200.000 Euro
  • Spanische Einlagensicherung bis 100.000 Euro
BBVA kostenloses Girokonto

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3,50% p.a.
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Consorsbank – 3,4 Prozent p. a.

Die Consorsbank kombiniert einen vergleichsweise hohen Zinssatz mit einer besonders hohen maximalen Anlagesumme. Neukunden erhalten 3,4 Prozent Zinsen pro Jahr für fünf Monate auf Guthaben bis zu einer Million Euro. Damit eignet sich das Angebot insbesondere für größere Geldanlagen. Die Zinsgutschrift erfolgt vierteljährlich.

  • 3,4 % p. a.
  • Fünf Monate garantiert
  • Bis 1 Million Euro
  • Französische Einlagensicherung bis 100.000 Euro, zusätzlich deutscher Fonds
ConsorsBank Tagesgeldkonto

ConsorsBank Tagesgeldkonto

3,40% p.a.
bei consorsbank.de
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Postbank – 3,2 Prozent p. a.

Wer frisches Geld anlegen möchte, findet auch bei der Postbank ein interessantes Angebot. Im Rahmen der Neugeld-Aktion gibt es aktuell 3,2 Prozent Zinsen pro Jahr für sechs Monate auf Einlagen zwischen 2500 und 250.000 Euro, die zwischen dem 29. Juni und dem 10. August 2026 auf ein neu eröffnetes Tagesgeldkonto überwiesen werden. Die Aktion bezieht sich nur auf pri­va­tes Ver­mö­gen, das sich vor Be­ginn des Ein­zah­lungs­zeit­raums am 29. Juni 2026 nicht auf Gi­ro-, Spar- oder Ta­ges­geld­kon­ten oder sons­ti­gen Kon­ten oder De­pots der Deutsche Bank AG (Mar­ke Postbank und Mar­ke DeutscheBank) be­fand. Die Zinsgutschrift erfolgt vierteljährlich.

  • 3,2 % p. a.
  • Sechs Monate Zinsgarantie
  • Neugeld von 2500 bis 250.000 Euro
  • Deutsche Einlagensicherung
Postbank Tagesgeldkonto

Postbank Tagesgeldkonto

3,20% p.a.
bei postbank.de
zum Angebot

Tipp: Alte Tagesgeldkonten kündigen

Wenn Sie nach Ablauf der Zinsgarantie zu einer anderen Bank wechseln, lohnt es sich meist, das alte Tagesgeldkonto zu schließen. Viele Banken behandeln frühere Kunden nach einer Wartezeit von zwölf bis 24 Monaten wieder als Neukunden. So kann später möglicherweise erneut von Aktionszinsen profitiert werden. Ein weiterer Vorteil: Tagesgeldkonten wirken sich in der Regel nicht negativ auf die Schufa aus.

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Fazit

Zins-Hopping kann sich insbesondere für Sparer mit höheren Guthaben lohnen. Wer bereit ist, sein Tagesgeldkonto nach Ablauf der Zinsgarantie regelmäßig zu wechseln, kann über das Jahr hinweg deutlich höhere Zinserträge erzielen als mit einem dauerhaft genutzten Konto. Ob sich der Aufwand rechnet, sollte jeder für sich entscheiden.

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