Seit Anfang des Jahres beträgt das monatliche Kindergeld 259 Euro. Für viele Familien ist der Betrag eine wichtige finanzielle Unterstützung im Alltag. Wer die Freiheiten hat, das Geld sinnvoll anzulegen, statt es direkt auszugeben, kann damit langfristig ein erhebliches Vermögen aufbauen.
Eine aktuelle Modellrechnung des Vergleichsportals Verivox zeigt: Wird das Kindergeld konsequent über viele Jahre angelegt, kann daraus theoretisch sogar ein Millionenbetrag entstehen. Die Voraussetzung dafür ist vor allem eines – Zeit.
Clever ins Kinderdepot investieren: So wächst das Vermögen über Jahrzehnte
Investieren Eltern das monatliche Kindergeld von Geburt an vollständig in einen breit gestreuten ETF-Sparplan mit 7,5 Prozent Jahresrendite, kann sich laut Verivox folgendes Bild ergeben:
- Einzahlungen bis 18 Jahre: rund 70.800 Euro
- Depotwert mit 18 Jahren: etwa 139.000 Euro
- Nach Steuern: rund 126.000 Euro
Die Berechnung geht davon aus, dass die monatliche Sparrate jährlich um 2,7 Prozent ansteigt. Das entspricht laut Verivox der durchschnittlichen Steigerungsrate des Kindergelds der letzten 25 Jahre. Grundlage der Berechnung ist zudem eine angenommene durchschnittliche Rendite von 7,5 Prozent pro Jahr – orientiert am Weltaktienindex MSCI World und abzüglich der Kosten.
Der entscheidende Hebel ist dabei der Zinseszinseffekt. Bleibt das Geld nach dem 18. Geburtstag unangetastet investiert, wächst es weiter:
- Mit 30 Jahren: rund 331.000 Euro
- Mit 46 Jahren: über eine Million Euro
- Mit 67 Jahren: rund 4,8 Millionen Euro (vor Steuern)
Klar: Diese Entwicklung basiert auf Modellannahmen von Verivox. In der Realität schwanken die Märkte, Renditen sind nicht garantiert und mögliche Inflationswerte nicht berücksichtigt. Und oftmals nutzt der Nachwuchs das Ersparte nach dem 18. Geburtstag, um sich Träume und Wünsche zu erfüllen – Führerschein, Auslandsreise, die erste Wohnung.
Doch selbst, wenn es in der Praxis nicht ganz für die Million ausreicht – auch fünf- oder sechsstellige Beträge sind ein ordentliches Polster, um es dem Nachwuchs mit auf den Weg zu geben. Es lohnt sich für Eltern definitiv, frühzeitig Geld anzulegen, zum Beispiel einen Teilbetrag des Kindergeldes.
Darum kann ein Kinderdepot sinnvoll sein
Um das Kindergeld anzulegen, nutzen viele Eltern ein sogenanntes Junior- oder Kinderdepot. Dabei läuft das Depot direkt auf den Namen des Kindes. Das hat mehrere Vorteile:
- Steuerliche Vorteile: Eigene Freibeträge des Kindes können genutzt werden – der Grundfreibetrag liegt bei 12.096 Euro pro Jahr, hinzu kommt der Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro. Das sind über 13.000 Euro, die Kinder steuerfrei realisieren können.
- Früher Start: Je früher investiert wird, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt.
- Langfristiger Anlagehorizont: Schwankungen an der Börse lassen sich über viele Jahre besser ausgleichen.
Ein entscheidender Punkt ist dabei, die Kosten niedrig zu halten – denn hohe Gebühren können die Rendite deutlich schmälern.
Im Check: Das Kinderdepot bei Scalable Capital
Ein interessantes und günstiges Angebot in diesem Bereich sind die Kinderkonten von Scalable Capital. Sie richten sich an Eltern, die regelmäßig für ihren Nachwuchs investieren möchten. Scalable Capital bietet verschiedene Möglichkeiten für Kinder:
- Broker: Sparpläne ab 1 Euro, 0 Prozent TER p. a. – TER wird reinvestiert (bei ausgewählten ETFs)
- Wealth: Robo-Advisor mit Sparplänen ab 20 Euro, 0 Prozent Verwaltungsgebühr
- Tagesgeld: 2,5 Prozent p. a., keine Kontoführungsgebühren
Scalable Capital Kinderdepot, z. B. ETF-Sparplan
Eltern können so beispielsweise das Kindergeld automatisiert in einen ETF-Sparplan investieren und langfristig Vermögen aufbauen – ohne sich regelmäßig um einzelne Käufe kümmern zu müssen. Finanzfluss krönt Scalable Capital als Vergleichssieger unter 14 Kinderdepots. Ein Knackpunkt: Um bei Scalable Capital ein Kinderdepot zu eröffnen, müssen beide Elternteile ebenfalls ein Depot bei Scalable Capital besitzen oder eröffnen.
Scalable Capital: Was kostet das Kinderdepot?
Sparpläne sind bei Scalable Broker regulär ab einem Euro monatlich möglich, also schon mit einem Bruchteil des Kindergeldes. Darüber hinaus gibt es spezielle Konditionen für Kinder: Mit dem sogenannten „Scalable Taschengeld“ investieren Eltern in Hunderte ETFs von iShares und Xtrackers – ohne laufende Produktkosten (TER). Stattdessen werden die Gebühren quartalsweise in den ausgewählten ETF reinvestiert und können so zu einer höheren Rendite beitragen.
Die Ausführung des ETF-Sparplans ist bei dem Kinderdepot von Scalable Capital also kostenlos. Trades ab einem bestimmten Volumen und bestimmter ETFs kosten ebenfalls nichts, alle anderen Trades kosten 0,99 Euro pro Order. Damit platziert sich Scalable Capital am unteren Ende der Skala: Andere Anbieter von Junior-Depots, etwa die ING oder die Comdirect, verlangen laut Finanzfluss 4,90 Euro oder mehr pro Trade.
Wichtig: Je nach gewähltem Produkt unterscheiden sich die Kosten im Detail. Wer sich nicht selbst um Rebalancing und Co. kümmern möchte und daher das Kindergeld im Robo-Advisor Scalable Wealth anlegt, zahlt aber ebenfalls keine Euro Verwaltungsgebühren. Auch das Tagesgeldkonto für Kinder kommt ohne Kontoführungsgebühren.
Kindergeld sinnvoll anlegen: Auch kleinere Beträge können viel bewirken
Nicht jede Familie kann oder möchte das komplette Kindergeld investieren. Doch auch geringere Beträge können langfristig einen Unterschied machen. Laut Verivox-Berechnung ergibt sich bei 100 Euro monatlicher Sparrate zu den angenommenen Konditionen:
- rund 44.500 Euro zum 18. Geburtstag,
- langfristig ebenfalls ein mögliches Millionenvermögen bei entsprechendem Anlagehorizont.
Entscheidend ist weniger die Höhe der Sparrate als die Konsequenz und der lange Anlagezeitraum.
Fazit: So kann der Nachwuchs zum Millionär werden
Die Verivox-Rechnung zeigt: Wer früh beginnt und konsequent investiert, kann vom Zinseszinseffekt erheblich profitieren. Aus dem Kindergeld lässt sich so über Jahrzehnte ein beachtliches Vermögen aufbauen – zumindest unter günstigen Marktbedingungen. Ein Kinderdepot wie bei Scalable Capital kann dabei helfen, diesen Prozess strukturiert umzusetzen. Dennoch gilt: Die Börse entwickelt sich nicht linear, und hohe Renditen sind nicht garantiert. Für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger kann ein früher Einstieg dennoch ein entscheidender Vorteil sein.
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