Ein Balkonkraftwerk erzeugt grünen Strom, spart mittel- und langfristig Kosten und gestaltet den Einstieg in die Solarenergie niederschwellig. Doch mit diesem ersten Schritt muss es nicht getan sein: Vielleicht zeigt sich nach einiger Zeit, dass mittags mehr Strom anfällt, als im Haus gebraucht wird, während abends doch wieder Energie aus dem Netz bezogen werden muss. Ein Speicher kann einen Teil dieses Überschusses in die späteren Stunden verschieben. Wer außerdem Platz für weitere Module hat, kann seine Stromproduktion steigern und trotzdem die erlaubten Grenzwerte für Balkonkraftwerke einhalten.
Bei einer bereits bestehenden Anlage stellt sich meist eine praktische Frage: Muss dafür der bisherige Wechselrichter weichen und geht man an die Verkabelung ran? Mit dem Speicher Anker Solix Solarbank 2 AC ist das nicht zwingend nötig. Das System nimmt den Strom eines vorhandenen Balkonkraftwerks über dessen Wechselrichter auf und bietet zugleich eigene Anschlüsse für zusätzliche Solarmodule. Kleines Kraftwerk verkauft ihn im Sparpaket mit zwei Modulen oder natürlich auch einzeln. Weil das Speichermodell bereits einige Monate auf dem Buckel hat, ist es mittlerweile erstaunlich günstig. Wir stellen beide Optionen vor und verraten, wie gut das Angebot ist.
Zwei zusätzliche Module und ein Speicher: Kleines Kraftwerk Duo XL mit Solarbank 2 AC
Das Balkonkraftwerk Duo XL mit Anker Solix Solarbank 2 AC kostet bei Kleines Kraftwerk derzeit nur 829 Euro – enthalten sind zwei bifaziale XL-Module mit je 500 Watt Peak und der Solarakku mit 1,6 kWh Kapazität. Hersteller Anker betont die Eignung dieses Speichermodells, um bestehende Mini-PV-Anlagen nachzurüsten – so lässt sich der Eigenverbrauch signifikant erhöhen, ohne dass das bestehende System umgerüstet werden muss. Die enthaltenen Module können direkt an die zwei Solareingänge der Solarbank angeschlossen werden. Ein vorhandenes Balkonkraftwerk lässt sich über seinen bisherigen Wechselrichter mit dem AC-Anschluss der Solarbank verbinden. So wird aus einer Einsteigeranlage mit zwei Modulen ein System mit insgesamt vier Panels und smartem Energiespeicher.
- Solarmodule: 2 bifaziale Module à 500 Wp
- Speicher: Anker Solarbank 2 AC mit 1,6 kWh Kapazität, erweiterbar auf 9,6 kWh
- Anschlussmöglichkeiten: 2 Solareingänge für 2 Module, AC-Port für einen bestehenden Wechselrichter
- Steuerung: Anker Smart Meter gratis
- Halterung: nicht im Set enthalten, verschiedene Varianten optional
Kleines Kraftwerk Duo XL 1000 Watt Balkonkraftwerk mit Speicher Anker Solarbank 2 AC
Hinweis: Online-Preise beliebter Produkte unterliegen ständigen Schwankungen. Die hier abgebildeten Konditionen und Preis-Einschätzungen können also nicht dauerhaft garantiert werden.
Die zusätzliche Solarleistung der Module hilft besonders dann, wenn die bisherige Anlage oft zu wenig Strom liefert – etwa morgens, nachmittags oder bei wechselhaftem Wetter. Der Speicher wiederum macht einen stattlichen Teil des Stroms nutzbar, der ohne Akku tagsüber ins öffentliche Netz fließen würde. Das im Set gratis enthaltene Anker Smart Meter misst den Strombedarf des Haushalts und lässt die Solarbank ihre Abgabe entsprechend anpassen – und zwar automatisiert.
Deal-Check: Die Anker Solarbank 2 AC kam 2024 auf den Markt – und ist dementsprechend mittlerweile deutlich günstiger als die neuesten Anker-Speicher. Der Internet-Bestpreis für den Energiespeicher liegt derzeit bei rund 440 Euro, das im Set enthaltene Smart Meter kostet knapp 60 Euro und die Solarkabel noch einmal circa zwölf Euro. Bleiben gut 300 Euro für zwei große Solarmodule mit je 500 Watt: Die gibt es im Netz zwar für circa 200 Euro, doch je nach Shop fallen in der Regel noch 100 bis 150 Euro für den Speditionsversand an. Kurzum: Mit viel Aufwand kann man beim Einzelkauf in etwa beim Setpreis von Kleines Kraftwerk landen, das ist aber erheblich mühevoller und sorgt dafür, dass bei Kundenfragen oder eventuellen Garantieansprüchen kein zentraler Ansprechpartner zur Verfügung steht.
Schon genug Module oder kein zusätzlicher Platz? Solarbank 2 AC als Nachrüst-Speicher
Wer aus Platzgründen keine weiteren Module unterbringen kann oder vielleicht schon vier Stück hat, kann das System mit der Anker Solarbank 2 AC um einen smart vernetzbaren Speicher erweitern. Und das hilft natürlich, um zu verhindern, dass der Stromertrag tagsüber teils ungenutzt ins Netz fließt. Der Stecker des vorhandenen Wechselrichters wird mit dem AC-Eingang der Solarbank verbunden; alternativ können zwei Module auch direkt an die MC4-Stecker des Speichers angeschlossen werden.
- Speicherkapazität: 1,6 kWh Lithium-Eisenphosphat-Akku, auf 9,6 kWh erweiterbar
- Nachrüstung: Ein vorhandener Mikrowechselrichter kann per AC-Anschluss eingebunden werden
- Lieferumfang: Smart Meter zur verbrauchsabhängigen Steuerung enthalten
- Ausgangsleistung: bis zu 800 Watt Einspeisung ins Hausnetz
- Zusatzfunktion: separate Notstromsteckdose am Gerät, laut Anker mit bis zu 1000 Watt
Balkonkraftwerk-Akku Anker Solarbank 2 AC
Der Vorteil der AC-Variante liegt vor allem in der einfachen Einbindung einer vorhandenen Anlage: Die Modulverkabelung zum bisherigen Wechselrichter kann – wie eingangs beschrieben – bestehen bleiben; das ist besonders praktisch, wenn die Module schwer zugänglich montiert sind, z. B. auf einem Schrägdach.
Deal-Check: Der aktuelle Angebotspreis von Kleines Kraftwerk ist kein Knaller, kann aber mit den derzeit niedrigsten Internetpreisen für die Solarbank 2 AC, die bei circa 440 Euro liegen, mithalten. Denn: Im 500-Euro-Deal ist hier ein Smart Meter von Anker enthalten, das den Differenzbetrag ziemlich exakt aufwiegt.
Fazit: Ein Speicher oder mehr Module – das lohnt sich meist
Beide Angebote von Kleines Kraftwerk lösen unterschiedliche Aufgaben: Das Duo XL mit Solarbank 2 AC ergänzt ein bestehendes Balkonkraftwerk um zwei Module und einen Speicher; besonders sinnvoll ist die Nachrüstung, wenn tagsüber regelmäßig Überschüsse entstehen und abends noch Strombedarf besteht. Dank AC-Anschluss kann dabei der vorhandene Mikrowechselrichter weitergenutzt werden. Wer schon genug Module oder keinen freien Platz hat, kann auch nur zum Speicher greifen, das Smart Meter ist auch hier enthalten.
Und hier liegt der Schlüssel zum Sparen: Einmal von einer Elektrofachkraft im Stromkasten installiert, erfasst das Smart Meter den Stromverbrauch im Haus automatisch – und kann so den Speicher punktgenau ansteuern, damit der exakt die Menge Strom ins Hausnetz pumpt, die auch wirklich verbraucht wird. Das erhöht den Eigenverbrauchsanteil deutlich und senkt die Stromrechnung. So ein smart vernetzter Speicher kann je nach Haushalt 50 bis 100 zusätzliche Euro pro Jahr sparen – und weil die modernen Lithium-Eisenphosphat-Akkus in der Regel zwölf bis 15 Jahre halten, lohnt sich die Anschaffung fast immer.