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Lohnt sich der Preis?

Stromausfall? Dieses Balkonkraftwerk kann trotzdem Strom liefern

Bei einem Stromausfall schalten gewöhnliche Balkonkraftwerke ab. Das Quattro XL von Kleines Kraftwerk mit passendem Anker-Speicher kann dagegen weiterhin Strom liefern – allerdings mit Einschränkungen.
28. Oktober 2026, 8:25 Uhr
Balkonkraftwerke an einem Mehrfamilienhaus (@istock)
Balkonkraftwerke an einem Mehrfamilienhaus (@istock)

Sonnenlicht ist reichlich vorhanden, die Solarmodule könnten Energie erzeugen, doch im Haus bleiben die Steckdosen trotzdem stromlos? Was widersprüchlich klingt, ist bei klassischen Balkonkraftwerken ganz normal. Sie benötigen nämlich das öffentliche Stromnetz, um ordnungsgemäß zu funktionieren. Fällt dieses aus, schaltet sich auch der Wechselrichter ab. Spezielle Batteriespeicher mit Notstromfunktion können diese Einschränkung allerdings teilweise umgehen. Ein Beispiel dafür ist das Quattro XL von Kleines Kraftwerk mit der Anker Solarbank 3 Pro.

Warum funktionieren Balkonkraftwerke bei einem Stromausfall nicht?

Ein gewöhnliches Balkonkraftwerk speist den erzeugten Solarstrom über einen Wechselrichter mit maximal 800 Watt Ausgangsleistung in das heimische Stromnetz ein. Dafür muss sich dieser aber mit der existierenden Netzspannung und -frequenz synchronisieren. Kommt es zu einem Stromausfall, wird die Einspeisung automatisch unterbrochen. Und das ist sogar vorgeschrieben! Der Hintergrund: Ein sogenannter Netz- und Anlagenschutz verhindert, dass die Solaranlage weiterhin Strom in Leitungen einspeist, an denen möglicherweise Reparaturarbeiten stattfinden. So werden Gefahren für Beschädigungen oder gar Verletzungen reduziert. Selbst bei strahlendem Sonnenschein bleiben die Steckdosen dann also ohne Strom, wenn das Netz ausgefallen sein sollte.

Abhilfe schaffen spezielle Speichersysteme mit einem netzunabhängigen Ausgang. Sie können ausgewählte Elektrogeräte weiterhin direkt über einen eigenen Stromausgang versorgen, ohne Energie in das öffentliche Netz einzuspeisen. Eine vollständige Hausversorgung ist damit allerdings nicht automatisch möglich. Zum Glück sind längere Stromausfälle in Deutschland aber auch vergleichsweise selten: Laut Bundesnetzagentur betrug die durchschnittliche ungeplante Versorgungsunterbrechung im Jahr 2024 lediglich 11,7 Minuten je Verbraucher.

Dieses Balkonkraftwerk besitzt eine eigene Notstromversorgung

Eine entsprechende Lösung bietet das Komplettset Quattro XL von Kleines Kraftwerk. Das Komplettsystem kombiniert vier bifaziale Solarmodule mit einer Leistung von jeweils 500 Watt Peak und die Anker Solix Solarbank 3 Pro. Der Akku des All-in-One-Speichers fasst rund 2,7 Kilowattstunden und kann überschüssigen Solarstrom für die Abend- und Nachtstunden aufbewahren. Im regulären Betrieb versorgt das System den Haushalt dabei über den integrierten Wechselrichter mit bis zu 800 Watt.

Besonders interessant für den Fall eines Netzausfalls ist die zusätzliche Notstromsteckdose der Solarbank. Bei einem Netzausfall lassen sich darüber wichtige Geräte mit bis zu 1200 Watt versorgen. Anders als beim gewöhnlichen Wechselrichter kann die Solarbank laut Anker dabei weiterhin Energie aus den angeschlossenen Solarmodulen nutzen. Reicht deren Leistung nicht aus, steuert der Akku Strom bei. Erzeugt die Anlage mehr Energie, als die angeschlossenen Geräte benötigen, kann der Überschuss den Speicher aufladen.

Die Details:

  • Solarmodule: 4 x 500-Wp-Glas-Glas-Module, bifazial
  • Speicher: Anker Solix Solarbank 3 Pro mit 2.688 Wh Kapazität, erweiterbar auf maximal 16,1 kWh
  • Notstrom: separater Ausgang mit bis zu 1200 Watt Leistung
  • Netzeinspeisung: Im Steckersolarbetrieb auf 800 Watt begrenzt
  • Zugabe: Smart Meter zur Verbrauchserfassung inklusive
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Der Deal-Check zeigt: Wer einzeln kauft, kann für Panels und Speicher tatsächlich unter dem Preis von Kleines Kraftwerk landen, muss dafür aber mehrere Lieferungen und das eigenhändige Zusammenstellen von Kabeln und Co. in Kauf nehmen. Im Netz bekommt man die Solarpanels etwa für 460 Euro inklusive Speditionslieferung, der Anker-Speicher schlägt mit 750 Euro zu Buche. Insgesamt werden so rund 1210 Euro fällig, Kabel und Co. heben den Preis auf rund 1260 Euro.

Trotzdem lohnt sich die Bestellung bei Kleines Kraftwerk auch zum Preis von 1369,00 Euro. Einerseits kommt hier alles – inklusive Kabeln und einem Smart Meter zum Nulltarif – aus einer Hand. Zudem gibt es somit auch einen deutschen Ansprechpartner, der hilft, wenn es bei Installation und Inbetriebnahme doch mal klemmen sollte oder ein Garantiefall eintritt. Kleines Kraftwerk besitzt zudem eine Wertung von 4,54 beim Bewertungsportal Trusted Shops, wird also als besonders zuverlässig eingestuft.

Wichtig: Halterungen sind im Preis nicht inbegriffen, können für 196 Euro aber passend zum Set hinzugefügt werden.

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Wie lange reicht der Strom im Ernstfall?

Die Notstromfunktion eignet sich vor allem für Geräte mit überschaubarem Energiebedarf. Dazu gehören beispielsweise Internetrouter, Beleuchtung, Laptops oder auch ein Kühlschrank, sofern dessen Leistungsaufnahme einschließlich möglicher Anlaufspitzen innerhalb der Grenzen bleibt. Entscheidend ist allerdings, dass diese Geräte direkt am Notstromausgang angeschlossen werden. Die übrigen Steckdosen im Haushalt bleiben bei einem Netzausfall ohne Versorgung. Leistungsstarke Verbraucher wie Elektroherde oder viele Heizlüfter übersteigen zudem die verfügbare Leistung.

Wie lange die Energie reicht, hängt vom Ladezustand und vom tatsächlichen Verbrauch ab. Bei einer konstanten Leistungsaufnahme von 200 Watt würde die nominelle Akkukapazität rechnerisch für rund 13 Stunden genügen. In der Praxis verkürzen Umwandlungsverluste und nicht vollständig nutzbare Kapazität die Laufzeit. Sonnenschein kann die Versorgung dagegen verlängern. Wichtig ist außerdem eine ausreichende Energiereserve: Ein im normalen Alltagsbetrieb weitgehend entladener Speicher bietet bei einem überraschenden Stromausfall entsprechend wenig Puffer.

Fazit: Sinnvoller Zusatznutzen statt vollständiger Notstromversorgung

Das Quattro XL ist in erster Linie eine Solaranlage zur Senkung des regulären Strombezugs. Die vier Module liefern tagsüber Energie, während der Speicher die Nutzung des selbst erzeugten Stroms in die Abendstunden verschieben kann. Die Notstromfunktion erweitert diesen Nutzen um eine zusätzliche Möglichkeit, bei einem Stromausfall ausgewählte Geräte weiterzubetreiben.

Als vollständiger Ersatz für die öffentliche Stromversorgung eignet sich das System dagegen nicht. Dafür sind die Leistung des Notstromausgangs und die verfügbare Akkukapazität zu begrenzt. Wer ohnehin ein leistungsfähiges Balkonkraftwerk mit Speicher anschaffen möchte, erhält mit der Solarbank 3 Pro allerdings eine zusätzliche Absicherung. Geht es ausschließlich um eine gelegentliche Notstromversorgung, kann auch eine mobile Powerstation eine sinnvolle Alternative sein.

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