VanMoof hat sich als Spezialist für City-E-Bikes hervorgetan und seine Modelle auf den Alltag und den Verkehr in der Stadt zugeschnitten. Nach einer turbulenten Zeit und der Übernahme des einstigen niederländischen Herstellers durch Lavoie, einem Tochterunternehmen des britischen McLaren Applied, im Jahr 2023, startete die Marke vor einem Jahr mit dem Modell S6 neu. Wie die fünf Generationen vor ihm ist auch dieses E-Bike mit seinen rund 3300 Euro im Premiumsegment angesiedelt. Doch was macht VanMoofs Modelle so „premium“, und weshalb genau sollte der Kauf eine gute Idee sein?
Stimmiges Konzept am VanMoof S6 erklärt
Das S6 ist wie seine Vorgänger für die Stadt konzipiert. Bei VanMoof heißt das zum einen ein schlichtes, modernes bis futuristisches Design mit integrierter Beleuchtung, einem ebensolchen Sattel und Fahrdaten am Lenker. Und zum anderen hoher Diebstahlschutz durch eine Hinterradverriegelung per Kick Lock, also Fußtritt, in Kombination mit der automatischen Aktivierung von Alarm und elektronischer Wegfahrsperre.
Außerdem wechselt die Dreigang-Schaltung abhängig von der Geschwindigkeit die Gänge für entspanntes Fahren, und ein Boost-Knopf am Lenker liefert kurzfristig zusätzliche Unterstützung, was vor allem beim Anfahren an Ampeln, beim Beschleunigen oder bei Steigungen praktisch ist. Damit liefert VanMoof ein E-Bike, das gerade im täglichen Stadtverkehr seine Stärken ausspielt.
- Elektrischer Antrieb: Nebenmotor im Vorderrad, 68 Nm, vier Unterstützungsstufen, bis zu 25 km/h Höchstgeschwindigkeit
- Akku: integriert, 487 Wh Kapazität, Reichweite 60 bis 150 km
- Schaltung: 3-Gang-AutoShift-Nabenschaltung
- Bremsen: vorn und hinten hydraulische Scheibenbremsen
- Gewicht: 23,5 kg (22,5 kg beim S6 Open)
- Raddurchmesser: 27,5 Zoll (24 Zoll beim S6 Open)
- Lieferumfang: Fahrrad mit Schutzblechen und Ständer, Ladegerät und Kabel, Smartphone-Halter (Slimlink von Peak Design), Werkzeug-Set für Endmontage
Übrigens gibt es das S6 auch als „Open“-Version mit einem tieferen Einstieg für Fahrer von 155 bis 200 Zentimetern Körpergröße, wohingegen sich das Modell mit Diamantrahmen für größere Fahrer ab 165 bis 210 Zentimetern anbietet.
Hinweis: Online-Preise beliebter Produkte unterliegen ständigen Schwankungen. Die hier abgebildeten Konditionen und Preis-Einschätzungen können also nicht dauerhaft garantiert werden.
1. Reduziertes Design wie aus einem Guss
Charakteristisch für ein E-Bike von VanMoof ist der Rahmen, der wie aus einem Guss daherkommt und Elemente wie Lichter fest integriert hat. Die futuristischen Soundeffekte runden den Look akustisch ab. In der Vergangenheit erhielt die Marke zahlreiche Auszeichnungen wie den Red Dot Design Award für die modernen Designs, die an Schlichtheit kaum zu überbieten sind. Zuletzt gewann das S6 den renommierten iF Gold Award.
2. Integrierter Diebstahlschutz und Ortung
Gerade in der Stadt, wenn das Fahrrad am Bahnhof oder an der Bushaltestelle abgestellt werden soll, ist Sicherheit ein großes Thema. Das weiß VanMoof und hat sein E-Bike daher mit Kick Lock ausgestattet, damit das Hinterrad einfach ver- und entriegelt werden kann. Zudem aktiviert sich eine elektronische Wegfahrsperre automatisch. Auch löst es akustischen Alarm sowie Benachrichtigungen an den Eigentümer aus, sollte es bewegt werden. Und im Ernstfall kann es über Apples „Wo ist?“-Netzwerk geortet werden.
Zusätzlich bietet VanMoof einen Bike-Hunter-Service an mit Aussicht auf ein Ersatzrad, sollten die engagierten Personen das E-Bike innerhalb von 14 Tagen nicht finden. Dieser Service kostet allerdings 280 Euro für zwei und 390 Euro für drei Jahre. Auch die App lässt sich mit der Funktion Ride Pro um Live-Ortung und Bike-Hunting-Funktionen zum Selbstaufspüren erweitern. Das kostet 59 Euro im Jahr.
3. Automatische Gangschaltung
Die mechanische Dreigang-Automatik wechselt die Gänge abhängig von der Geschwindigkeit. Dabei kommt eine Nabenschaltung zum Einsatz, die für geschmeidige Gangwechsel sorgt, wie Praxistests von Experten wie Imtest bestätigen.
4. Extra-Schub auf Knopfdruck
Am Lenker befindet sich der Boost-Knopf. Dieser schaltet kurzfristig mehr Power frei, um das Anfahren zu erleichtern und Steigungen sowie Gegenwind besser meistern zu können. Die gesetzliche Grenze von maximal 25 km/h wird dabei eingehalten.
5. Wichtige Fahrdaten direkt am Lenker
Überhaupt spielt sich am Lenker so einiges ab, was das minimalistische Design zunächst nicht vermuten lässt. So zeigen die für VanMoof typischen blau leuchtenden Halo-Ringe Akkustand, Geschwindigkeit und Unterstützungsstufe an. Dafür verzichten die E-Bikes auf sperrige Displays. Auch befindet sich am Lenker die personalisierbare Entsperrtaste, die per Druckberührung funktioniert.
6. Vernetzung, Navigation und bequemes Entsperren
Mit der VanMoof-App lässt sich das E-Bike entsperren. Außerdem können darüber sämtliche Einstellungen zu den Unterstützungsstufen und zur Gangschaltung vorgenommen werden. Auch eine eigene Navigation ist dabei. Um die App während der Fahrt im Blick zu behalten, liefert VanMoof eine Handyhalterung gleich mit. Zudem können Nutzer hier die Empfindlichkeit des Alarms einstellen, ihre Fahrten auswerten und das Fahrrad für andere Personen freigeben.
7. Wartungsfreundlichkeit und Garantie
Der Control Core, das Herzstück der E-Bike-Elektronik, hat beim S6 einen USB-C-Anschluss, sodass Fehlersuchen und Diagnosen einfacher sind. Auch die neue, mechanische Automatikschaltung ist einfacher zu warten als eine elektronische. Im Garantiefall gibt es ein Servicepartner-Netzwerk, an das sich Fahrer wenden können. Auf Rahmen, Komponenten und Zubehör gewährt VanMoof drei Jahre Garantie. Für Motor, Akku und elektronische Steuereinheit gelten drei Jahre oder 7500 Kilometer als Grenze.
Das ganzheitliche Designkonzept führt dazu, dass vieles an Technik integriert ist, wodurch sich Komponenten nicht einfach selbst reparieren oder austauschen lassen.
Fazit: VanMoof fährt auf der Apple-Schiene
Ein ganzheitliches, modernes, aber schlichtes Designkonzept mit hohem Wiedererkennungswert sowie der Anspruch an fortschrittliche Premiumfunktionen: Das zeichnet die Marke VanMoof aus und erinnert an die Strategie von Apple. Und wie bei den Geräten des Elektronikkonzerns ist eine Schwäche bei VanMoof-E-Bikes, dass sie selbst kaum zu reparieren sind und Ersatzteile nur Originalteile sein dürfen. Das sollten Interessenten unbedingt bedenken.
Mit 23 Kilogramm ist das E-Bike zwar nicht ungewöhnlich schwer, wer sein Fahrrad jedoch regelmäßig tragen oder anheben muss, findet durchaus leichtere Alternativen. Zu beachten ist außerdem, dass der Akku fest verbaut ist und sich daher nicht unabhängig vom Fahrrad laden lässt.
Wer ein stilvolles E-Bike für den Stadtalltag mit umfangreichem Diebstahlschutz sucht und den fest verbauten Akku problemlos laden kann, findet im VanMoof S6 eine gute Option im Premiumsegment.
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