Software-Abo bezahlen, einen neuen Laptop bestellen oder die nächste Geschäftsreise buchen: Auch bei Selbstständigen kommen schnell zahlreiche betriebliche Zahlungen zusammen. Wer dafür immer wieder die private Kreditkarte nutzt, muss spätestens bei der Buchhaltung auseinanderhalten, welche Ausgaben privat und welche geschäftlich waren. Eine Firmenkreditkarte kann genau hier für mehr Übersicht sorgen. Dafür braucht es weder zahlreiche Mitarbeiter noch hohe Umsätze – die Business-Kreditkarten von American Express richten sich beispielsweise ausdrücklich auch an Freelancer, Selbstständige und inhabergeführte Unternehmen.
Was bringt eine Firmenkreditkarte für Selbstständige?
Der vielleicht größte Vorteil liegt auf der Hand: Sie können private und geschäftliche Ausgaben sauber voneinander trennen. Büromaterial, Geschäftsessen, Software oder Reisekosten laufen über eine separate Karte und erscheinen gesammelt auf der Kartenabrechnung. Das kann nicht nur den eigenen Überblick verbessern, sondern auch die Vorbereitung der Buchhaltung erleichtern.
Gleichzeitig bieten einige Business-Kreditkarten zusätzliche Funktionen, die bei einer normalen privaten Karte fehlen. Je nach Anbieter gehören beispielsweise noch weitere Vorteile dazu, mit denen eine geschäftliche Kreditkarte mehr als ein Zahlungsmittel wird. Möglich sind etwa:
- Zusätzliche Kreditkarten für Mitarbeitende, die über dasselbe Konto laufen
- Finanzielle Vorteile wie verlängerte Zahlungsziele oder Cashback
- Versicherungspakete, zum Beispiel für Dienstreisen oder Anschaffungen
- Bonusprogramme
- Exklusive Angebote für Karteninhaber, zum Beispiel bei Reisebuchungen, Software, Geschäftsausstattung & Co.
Diese Vorteile gibt es teilweise schon bei Kreditkarten mit einer geringen Monats- oder Jahresgebühr – es muss also nicht direkt eine teure, überdimensionierte Firmenkreditkarte sein. Eine Optionen für kleine Unternehmen, Selbstständige und Freelancer bietet beispielsweise American Express.
American Express Business Gold Card: Interessant für Selbstständige und kleinere Unternehmen
Die American Express Business Gold Card richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer, die zwar zusätzliche Leistungen wünschen, aber kein umfangreiches Premium-Paket benötigen. Stark: Aktuell ist die Business Gold Card im ersten Jahr beitragsfrei. Anschließend kostet die Hauptkarte 175 Euro pro Jahr.
- Im ersten Jahr beitragsfrei, danach 175 Euro pro Jahr
- Aktuell: 50.000 Membership Rewards Punkte für Neukunden bei einem Mindestumsatz von 10.000 Euro in den ersten sechs Monaten sowie einwandfreier Kontoführung
- Bis zu 50 Tage Zahlungsziel
- Bis zu 99 kostenfreie Zusatzkarten für Mitarbeitende
- 100 Euro jährliches Guthaben für Dell Technologies
- Versicherungen auf Reisen
- Sixt One Gold Status ohne Mindestanmietungen
American Express Business Gold Card mit 50.000 Extra-Punkten
Interessant für Selbstständige ist vor allem das Zahlungsziel. Auf Wunsch können Kartenumsätze laut American Express bis zu 50 Tage später bezahlt werden. Wer beispielsweise einen neuen Arbeitsrechner kauft oder eine Geschäftsreise bezahlt, muss den entsprechenden Betrag dadurch nicht zwingend sofort vom Firmenkonto abbuchen lassen. Das schafft zwar kein zusätzliches Geld, kann aber helfen, Ein- und Auszahlungen zeitlich besser aufeinander abzustimmen.
Wichtig: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich jederzeit ändern. Abweichungen von den genannten Konditionen oder Boni können darauf zurückzuführen sein, dass der Anbieter diese nach Veröffentlichung angepasst hat.
Praktisch: Bis zu 99 Zusatzkarten sind inkludiert
Ein weiterer großer Vorteil der American Express Business Gold Card: Bis zu 99 Zusatzkarten können an Mitarbeitende ausgegeben werden. Für jede der Karten können Sie einen individuellen Verfügungsrahmen festlegen. Das hilft dabei, die Ausgaben von Mitarbeitenden im Blick zu behalten und in der Buchhaltung sauber zuzuordnen.
Membership Rewards: Mit Geschäftsausgaben nebenbei Punkte sammeln
Ein weiterer Vorteil der Business Gold Card ist die Teilnahme am Membership Rewards Programm. Karteninhaberinnen und -inhaber sammeln mit ihren Ausgaben grundsätzlich einen Membership Rewards Punkt pro ausgegebenem Euro. Die gesammelten Punkte lassen sich beispielsweise für Reisen oder zur nachträglichen Begleichung ausgewählter Kartenumsätze einsetzen. Den höchsten Gegenwert bietet bei cleverer Einlösung der Transfer zu verschiedenen Vielfliegerprogrammen und die anschließende Einlösung der Punkte für Flug-Tickets und -Upgrades.
Derzeit winkt American Express für Neukundinnen und Neukunden mit einem satten Punktepolster von 50.000 Membership Rewards Punkten als Willkommensbonus. Die Bedingung: Das Kartenkonto muss einwandfrei geführt werden und in den ersten sechs Monaten sind insgesamt mindestens 10.000 Euro Umsatz über das Konto erforderlich. Auch die Ausgaben der Zusatzkarten gelten hier.
Wichtig: Auf der regulären American-Express-Seite werden die Karten derzeit mit einem Startguthaben zu den gleichen Konditionen beworben. Den Bonus in Form von Membership Rewards Punkten gibt es über Links wie in diesem Artikel.
Für Vielreisende: American Express Business Platinum Card
Wer häufig geschäftlich fliegt und möglichst viele Reisevorteile nutzen möchte, kann alternativ zur American Express Business Platinum Card greifen. Mit einem Jahresentgelt von 850 Euro ist sie allerdings erheblich teurer als die Business Gold Card. Dafür fällt das Leistungspaket deutlich umfangreicher aus: Dazu gehören unter anderem weltweite Lounge-Zugänge an Flughäfen, Hotel- und Mietwagen-Statusprogramme sowie ein umfangreicheres Reiseversicherungspaket. Das Zahlungsziel kann bei der Platinum bis zu 58 Tage betragen. Auch verschiedene Guthaben für Reisen, Mobilität und Technik sind inkludiert.
American Express Business Platinum Card mit 200.000 Extra-Punkten
Für viele kleinere Selbstständige dürfte die Business Gold Card deshalb das ausgewogenere Paket darstellen. Die Business Platinum Card wird vor allem dann interessant, wenn die zusätzlichen Reiseleistungen und Guthaben regelmäßig genutzt werden und die höhere Jahresgebühr dadurch tatsächlich einen Mehrwert bringt.
- Alle Details zur Business Platinum Card gibt es hier: American Express Business Platinum Card: 200.000 Punkte
Alternative ohne Kreditrahmen: Fyrst Base Geschäftskonto
Nicht jeder benötigt unbedingt eine Kreditkarte mit verlängertem Zahlungsziel und vielen Zusatzleistungen. Wer vor allem private und geschäftliche Finanzen sauber trennen möchte, kann stattdessen zunächst ein separates Geschäftskonto eröffnen. Eine günstige Möglichkeit ist Fyrst Base. Für natürliche Personen wie Einzelunternehmerinnen und -unternehmen wird das Konto derzeit ohne monatlichen Grundpreis angeboten. Enthalten sind unter anderem 50 kostenfreie beleglose Transaktionen pro Monat sowie eine Debit-Mastercard. Danach werden für weitere entsprechende Transaktionen Gebühren berechnet.
- 50 kostenfrei beleglose Buchungsposten monatlich (danach 0,19 Euro pro Buchungsposten)
- Kostenfreie Debit-Mastercard mit bis zu 30 Euro Cashback
- Kostenfreie Girocard zubuchbar
- Echtzeitüberweisung ohne Zusatzkosten
- Auslandszahlungsverkehr weltweit
Die Debitkarte funktioniert allerdings anders als die Kreditkarten von American Express: Zahlungen werden grundsätzlich direkt über das vorhandene Kontoguthaben abgewickelt. Ein verlängertes Zahlungsziel wie bei der American Express Business Gold gibt es dadurch nicht.
Das macht Fyrst Base interessant für Sie, wenn Sie in erster Linie ein separates Konto für Ihre geschäftlichen Ein- und Ausgänge benötigen. Business-Konto und Business-Kreditkarte schließen sich zudem nicht gegenseitig aus: Wer möchte, kann beispielsweise das Firmenkonto für Überweisungen und Lastschriften nutzen und eine separate Firmenkreditkarte für ausgewählte Kartenumsätze einsetzen.
Braucht jeder Selbstständige eine Firmenkreditkarte?
Eine Firmenkreditkarte ist kein Muss. Wer nur wenige geschäftliche Ausgaben hat und diese problemlos über ein separates Konto verwaltet, kommt auch ohne aus. Je mehr unterschiedliche Ausgaben hinzukommen, desto praktischer wird allerdings eine zusätzliche Kreditkarte. Das gilt beispielsweise für Freelancer mit zahlreichen Software-Abos, Selbstständige mit regelmäßigen Geschäftsreisen oder kleine Unternehmen, in denen mehrere Personen Einkäufe tätigen.
Dabei muss es nicht gleich die teuerste Business-Kreditkarte sein. Gerade bei überschaubaren Anforderungen kann eine Karte wie die American Express Business Gold einen sinnvollen Mittelweg darstellen: Geschäftsausgaben bleiben getrennt, gleichzeitig gibt es ein verlängertes Zahlungsziel, ein Bonusprogramm und verschiedene Reiseleistungen.
Fazit: Eine Firmenkreditkarte lohnt sich nicht erst ab Millionenumsätzen
Auch Selbstständige und kleinere Unternehmen können von einer Firmenkreditkarte profitieren. Der größte Vorteil liegt häufig gar nicht in exklusiven Extras, sondern im Alltag: Geschäftliche Ausgaben lassen sich übersichtlicher bündeln und klar von privaten Zahlungen trennen. Auch die Ausgabe von Zusatzkarten an Mitarbeitende kann die Buchhaltung vereinfachen.
Die American Express Business Gold Card ist dabei eine gute Wahl für Selbstständige, die regelmäßig mit der Karte bezahlen und Vorteile wie Membership Rewards, Reiseversicherungen oder das verlängerte Zahlungsziel nutzen können. Mit 175 Euro Jahresgebühr ab dem zweiten Jahr bleiben die laufenden Kosten zugleich überschaubar. Wer hingegen viel geschäftlich reist und umfangreiche Premium-Vorteile nutzt, kann sich auch die Business Platinum Card ansehen.
